Ernennungskunde und lobende Worte: Polizeipräsident Roland Ullmann (rechts) sieht in Wilhelm Schmits den "richtigen Mann für die Hanauer Aufgaben". Foto: Thomas Seifert

Hanau

Neuer Leiter der Polizei: Für Wilhelm Schmits wird ein Traum wahr

Hanau. Für Polizeihauptkommissar Wilhelm Schmits ist mit der Ernennung zum neuen Leiter der Polizeistation Hanau I zum 1. Juli „ein beruflicher Traum in Erfüllung gegangen“. Gestern ist dem 50-jährigen Nachfolger von Marc Blume von Polizeipräsident Roland Ullmann die Ernennungsurkunde übergeben worden.

Von Thomas Seifert

Durch alle Reden zog sich ein roter Faden: die hervorragende Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der Polizeidirektion Hanau auf der einen Seite und den Verantwortlichen bei der Stadt auf der anderen Seite. Dieser intensive Austausch sei auch ein Grund dafür gewesen, dass Hanau zur Modellstadt für die Sicherheitsoffensive Kompass des Landes Hessen gemacht worden sei, mit gemeinsamen Streifen von Polizei und Stadtpolizei, blickte Polizeipräsident Ullmann kurz auf die Amtszeit von Marc Blume zurück, der zum dritten Mann in der Führungsebene am Freiheitsplatz befördert worden ist.

Unter dessen Regie sei auch die Videoschutzanlage in Absprache mit der Stadt installiert worden, die sich bestens bewährt habe. „Marc Blume hat einen tollen Job gemacht“, lobte Ullmann den einstigen Dienststellenleiter.

Auf Schmits warten viele Herausforderungen

Der Polizeipräsident skizzierte kurz den Werdegang von Wilhelm Schmits, dessen Ehefrau Jasmin Brunner mit ihm nicht nur das Hobby Motorradfahren, sondern als Leiterin der Bereitschaftspolizei in Lich auch die Arbeit bei der Polizei teilt. Letzte Station vor der Beförderung sei Gelnhausen gewesen und dort habe Schmits als stellvertretender Stationsleiter bereits gezeigt, dass er für die Hanauer Aufgabe der richtige Mann sei. „Hohe Verwendungsbreite, hohe fachliche und soziale Kompetenz, die Fähigkeit zu sach- und zielgerichteter Arbeit und eine hervorragende Arbeitsorganisation“, bescheinigte Ullmann dem neuen Dienststellenleiter.

In Hanau sei Schmits, der in der Nähe von Wächtersbach wohnt, mit seinen fünf Dienstgruppen und den Beamten der dezentralen Ermittlungsgruppe für rund 60 000 Einwohner mit einem Ausländeranteil von 25 Prozent zuständig. Viel Publikumsverkehr herrsche im Präsidium am Freiheitsplatz, die Stadt wachse und verändere sich, die Herausforderungen, die auf Wilhelm Schmits warten, seien nicht gering. Der Polizeipräsident zeigte sich aber sehr zuversichtlich, dass der Polizeihauptkommissar diese Herausforderungen in Kooperation mit der Stadt und dem dortigen Präventionsrat bestens meistern werde.

Polizei will zeigen, dass Hanau eine sichere Stadt sei

„An die sehr, sehr gute Kommunikationslage zwischen Polizei und Stadt dürfen Sie gerne anknüpfen“, stellte Stadtrat Thomas Morlock fest, „dieses gegenseitige Vertrauen ist bei uns gelebte Praxis und hat sich in den verschiedensten Situationen bestens bewährt, so zum Beispiel vor Kurzem bei der konzertierten Aktion gegen Raser und Poser, die bei der Bevölkerung sehr gut angekommen ist“.

Morlock wünscht sich, dass in Zukunft noch viel mehr nach außen kommuniziert wird, dass die Polizei und die Verwaltung „die Kontrolle über den öffentlichen Raum in Hanau besitzen“. Deshalb müsse man Präsenz zeigen und in der wichtigen Außendarstellung klarmachen, dass Hanau eine sichere Stadt sei.

"Ich habe den Polizeiberuf auch als Berufung gewählt"

„Espresso gibt es bei mir immer“, schloss Schmits seine Antrittsrede und machte seinen neuen Kollegen damit deutlich, dass er für alle großen und kleinen Sorgen immer ein offenes Ohr hat. „Ich habe den Polizeiberuf auch aus Berufung gewählt und deshalb ist das heute für mich mit der Verleihung der Ernennungsurkunde im Kreise der Kollegen ein Supertag“, stellte der 50-Jährige fest.

Die Eingewöhnung auf der Dienststelle sei ihm sehr leicht gemacht worden, so willkommen habe er sich in seiner bisherigen Laufbahn noch nie gefühlt. Und das trotz der großen Belastungen und der enormen Schlagzahl, die in Hanau herrsche. Das sei auch dem Neu- und Umbau der Räumlichkeiten am Freiheitsplatz geschuldet, die der Leiter von Hanau I nun verantwortlich begleiten müsse.

Blick in menschliche Abgründe in angenehmen Arbeitsklima verarbeiten

„Ich pflege einen offenen Umgang mit den Kollegen und Verantwortlichen aller Ämter oder Stellen, die mit der Polizei zu tun haben. Gibt es Probleme, ist mein erster Griff zum Telefon, denn nichts kann ein vertrauliches persönliches Gespräch ersetzen. Kommunikation steht bei mir ganz oben“, beschrieb Schmits seine Arbeitsweise.

Durch die kommende Kreisfreiheit von Hanau und dem prognostizierten Bevölkerungszuwachs kämen Veränderungen auf die Stadt zu, die auch an der Polizei nicht spurlos vorbeigehen würden, ist sich der Polizeihauptkommissar sicher. „Deshalb möchte ich, dass in meiner Dienststelle eine lockere, aber sachorientierte und effektive Arbeitsatmosphäre herrscht, denn der Beruf bringt den Blick in so manche menschlichen Abgründe mit sich, die man nur in solch einem Umfeld verarbeiten kann“, weiß Schmits.

Das könnte Sie auch interessieren