Stahlpolder, ein paar Bäume und Parkplätze: So sieht die Außenanlage des Nachbarschaftshauses im Moment noch aus. Doch das soll sich bald ändern. Foto: Habermann

Hanau

Nachbarschaftshaus Lamboy-Tümpelgarten wird aufgewertet

Hanau. Die Außenanlagen des Nachbarschaftshauses Lamboy-Tümpelgarten (NLT) sind heute vor allem geprägt durch Pkw-Parkplätze, Stahlpolder und vereinzelte Bäume auf ausgedehnten, dem NLT gegenüberliegenden, Wiesen. Das soll sich ändern, geht es nach den Vorstellungen des Ortsbeirats im Quartier.

Von Rainer Habermann

Eine Boulebahn soll unter anderem eingerichtet und Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Die Stadt gab jüngst grünes Licht: 20 000 Euro stehen im Doppelhaushalt 2018/2019 bereit, der federführende Hanau Infrastruktur Service (HIS) plant eine Realisierung noch in diesem Jahr.

Ein SPD-Antrag vom Januar hatte den Stein jetzt ins Rollen gebracht, nachdem eine ähnliche Vorlage im Jahr 2016 an den klammen Haushaltskassen damals gescheitert war. Jetzt fand er wieder den einmütigen Zuspruch des gesamten Gremiums, und auch das Plazet der Stadtverordnetenversammlung. Die Sozialdemokraten um ihren Ortsvereinsvorsitzenden Wulf Falkowski und die Fraktionschefin im Ortsbeirat, Rosemarie Thiel, hätten nämlich in zurückliegenden Jahren mehrfach beobachtet, dass dieses Gelände unter den Bäumen sich wohl „zu einem beliebten Treffpunkt für Jugendliche entwickelt“ habe, wie es aus einer SPD-Pressemitteilung hervorgeht. Was läge also näher, als dieses Areal für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu machen und hier eine Art Mehrgenerationen-Begegnungsstätte zu schaffen.

Nicht nur für JugendlicheDamit es nicht nur zum „Chillen“ und „Abhängen“ für Jugendliche und ihren Nikotin- und Alkoholgenuss reicht, könnten dort etwa eine Boulebahn eingerichtet, eine Tischtennisplatte oder auch ein Schachtisch aufgestellt werden. Und natürlich auch ein paar Sitzgelegenheiten mit Bänken, Tischen, Stühlen.

So soll nach den Vorstellungen der Genossen aus einer eher drögen, kurzgemähten Parkanlage ein attraktiver Freizeitpark entstehen. Für eine Boulebahn, ein Sport (Boule), der sich auch in Deutschland steigender Beliebtheit erfreut und ebenfalls als Pétanque bekannt ist, spricht ein lang gestreckter Feinschotterstreifen, der ohnehin bereits vor Ort angelegt ist. „Eine gute Gelegenheit für Jung und Alt, miteinander einen Teil ihrer Freizeit zu gestalten und zu kommunizieren“, so Falkowski.

Auf dem Weg in die entsprechenden GremienDer gesamte Ortsbeirat Lamboy-Tümpelgarten nahm den Vorschlag mit Wohlwollen auf und brachte ihn zusammen mit weiteren Haushaltsanträgen auch anderer Parteien auf den Weg. Das heißt: ins Stadtparlament, und von dort in die entsprechenden Gremien. Momentan steht die Bearbeitung durch den Eigenbetrieb der Stadt Hanau, den HIS, an.

Wie der HA von der Pressestelle der Stadt erfuhr, sollen die Maßnahmen, die auf rund 20 000 Euro Herstellungskosten geschätzt werden, auf jeden Fall noch in diesem Jahr zur Durchführung gelangen. Einen exakten Termin für die Realisierung des Freizeitparks konnte der HISallerdings noch nicht nennen.

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