Hanau

Nach Bußgelderhöhung: BfH fordert weitere Maßnahmen in Hanau

Hanau. Die Stadt Hanau erhöht ihre Verwarn- und Bußgelder – für die Wählergemeinschaft Bürger für Hanau (BfH) „ein Schritt in die richtige Richtung“, wie der Fraktionsvorsitzende Oliver Rehbein in einer Pressemitteilung äußert. Damit habe Stadtrat Thomas Morlock (FDP) eine BfH-Forderung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

Aber, mit Blick auf die Koalitionsvereinbarung, sieht Rehbein mit den nun begonnenen Schritten „noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht“. Ein weiblicher „Müllsheriff“ sei zwar eingestellt worden, aber zusätzliches Personal erscheine aus BfH-Sicht dringend geboten.

Zahl der Stadtpolizisten nicht ausreichend

„Die bereits im Rahmen des vergangenen Doppelhaushalts eingestellten zusätzlichen Stadtpolizisten haben lediglich den Wegfall der beauftragten Dienstleister kompensiert und sind keinesfalls ausreichend, den ständig wachsenden Aufgaben in einer immer größer werdenden Stadt nachzukommen“, so Rehbein.

Die BfH werde sich dafür einsetzen, „dass nicht lediglich vier neue Stadtpolizisten eingestellt werden (zwei pro Haushaltsjahr), sondern mindestens acht neue Stellen geschaffen werden“.

Kosten müssen über Müllgebühren finanziert werden

Der BfH-Vorsitzende und ehrenamtliche Stadtrat Peter Jurenda erinnert in diesem Zusammenhang an die bereits von der BfH gemachten Aussagen zum Thema Sauberkeit und den damit verbundenen hohen Kosten, die auf die Müllgebühren umgelegt werden müssten und somit alle Hanauer indirekt belasteten. Stadtrat Morlock hatte sie in der Pressemitteilung der Stadt mit 100 000 Euro angegeben.

„Der immense Arbeitsaufwand ist da möglicherweise noch gar nicht berücksichtigt“, vermutet Jurenda. „Gerade im Hinblick auf die Beseitigung von Hundekot, die ja wohl niemand gerne vornimmt, muss sich etwas ändern“, führt der Vorsitzende aus.

Hartes Durchgreifen gefordert

Auf Spielplätzen könne man nicht mehr nur auf die Einsicht der Hundebesitzer setzen, sondern müsse durchgreifen. Jurenda habe zudem den Eindruck, dass „der achtlos weggeworfene Müll, Kaugummis und Hundekot nicht unbedingt weniger geworden sind“, und verweist auf zwei von Mitgliedern der BfH am Marktplatz durchgeführte Infostände zum Thema „Müll“ und die an Raucher verschenkten wiederverwendbaren „Taschen-Ascher“. Hierin können Raucher Zigarettenkippen sauber aufbewahren, um sie dann bei passender Gelegenheit in einem Müllbehälter zu entsorgen.

Gemeinsam loben Jurenda und Rehbein die hervorragende Arbeit der Sicherheitskräfte bei Lamboyfest und Bürgerfest. Die sehr auffällige körperliche Präsenz der Stadtpolizei, der Feuerwehr, anderen Rettungsorganisationen, einem zusätzlich beauftragten Sicherheitsunternehmen sowie der Polizei seien hervorragend koordiniert und die Präsenz trage deutlich zur Gefahrenabwehr und Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bürger bei. das

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