Die Turnhalle der Anne-Frank-Schule ist in die Jahre gekommen. Deshalb wird eine neue Halle gebaut. Archivfoto: Paul

Hanau

Für 2,2 Millionen: Anne-Frank-Schule bekommt neue Turnhalle

Hanau. Sie ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den aktuellen Standards: Die Anne-Frank-Schule in Hanau bekommt eine neue Turnhalle. Das haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung beschlossen. Knapp 2,2 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Vorhaben kosten.

Von Kathrin Wollenschläger

Die bestehende 325 Quadratmeter große Halle ist in die Jahre gekommen, entspricht laut Stadtrat Axel Weiss-Thiel (SPD) sowohl baulich als auch von der Ausstattung nicht mehr den Erfordernissen. Das im Jahr 1960 errichtete Gebäude an der Freigerichtstraße soll durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Knapp 2,2 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Vorhaben kosten.Im Februar dieses Jahres soll mit dem Abriss der Halle begonnen werden. Innerhalb eines Jahres soll die neue Halle stehen. Während der Bauzeit stehen der Grundschule andere städtische Turnhallen zur Verfügung. Die Schulverwaltung will einen Bustransfer organisieren.Zwei Umkleiden, Duschen, WC-AnlagenEntstehen soll eine Einfeld-Turnhalle in einer Größe von 15 mal 27 Meter, macht insgesamt 405 Quadratmeter. Hinzu kommen zwei Umkleiden, Duschen, WC-Anlagen, eine Lehrer-Umkleide mit Sanitäreinheit und ein Geräteraum von 76 Quadratmetern. Auf Wunsch der Grundschule wird sie um einen Hausmeisterraum sowie einen Außengeräteraum ergänzt. Die Gesamt-Fläche der neuen Turnhalle beträgt rund 700 Quadratmeter.Die Turnhalle wird rege genutzt. Neben den Schülern nutzen sie abends zudem Sportvereine. „Freigericht ist und bleibt ein Zuwandererstadtteil – insofern vollbringt die Halle auch eine wichtige Integrationsleistung“, sagte Weiss-Thiel. Die Stadt müsste bei diesem Vorhaben ihren Anteil leisten. „Das können wir nicht auf soziale Programme abwälzen.“Kosten für Verlegung zu hochDie neue Halle wird am alten Standort errichtet. Somit findet sie ihren Platz erneut auf dem Gelände der Grundschule an der Freigerichtstraße. Sowohl die Schule als auch die Stadt hatten einen Neubau an der Saalburgstraße favorisiert – als Lückenschluss zwischen dem Kinderhaus und der Schule. Damit wäre laut Weiss-Thiel jedoch die Verlegung einer vorhandenen Fernwärmetrasse notwendig gewesen. Kostenpunkt: etwa 500 000 Euro. Zu viel für die Stadt.

 

So bleibt die Halle trotz zahlreicher Beschwerden von Anwohnern an der Freigerichtsstraße. Diese kritisieren zum einen die mangelnden Parkplätze sowie den zusätzlichen Parkdruck, der durch Eltern-Taxis und die Sportvereine entsteht.Lärmpegel entstehtZum anderen entstehe ein gewisser Lärmpegel durch den ganztägigen Nutzerwechsel der Halle, aber auch durch Jugendliche, die sich dort in ihrer Freizeit aufhalten. Abhilfe soll ein spezieller Grundriss der Halle schaffen: Künftig sollen die Vereine am Abend einen anderen Eingang nutzen als die Schulkinder. Das Schulgelände kann abgeschlossen werden, muss nicht mehr von Externen betreten werden.Geplant ist die Halle als Massivbau mit tragenden Wänden aus Kalksandstein, Stahlbetonbodenplatte und Streifenfundamenten. Die 5,50 Meter hohe Halle soll mit einer Konstruktion aus Furnierschichtholz-Rippenstegelementen überdacht werden, der niedrigere Gebäudeteil über den Nebenräumen erhält ein Stahlbetondach. Das Gebäude mit Klinkerfassade wird an die Fernwärmeleitung angeschlossen; die Heizung erfolgt über deckenhängende Heizstrahlplatten. Geplant ist eine Beleuchtung mittels LED.

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