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Die Initiative „Menschen in Hanau“ demonstrierte auf dem Markt, wie leicht ein Mundschutz selbst herzustellen ist.  

Marktbesuchern Masken nähergebracht

Initiative „Menschen in Hanau“ setzt sich für das Thema Mundschutz ein

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Mit dem Projekt „Ich-trage-sie-für-dich“-Masken, möchte die Initiative Menschen in Hanau dabei unterstützen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

„Jeder kann bei diesem Projekt einen Beitrag zum Schutz der Hanauer Stadtgesellschaft leisten“, zeigt sich die Initiative in einer Mitteilung überzeugt. Professioneller Mundschutz sei Mangelware und sollte für die Einrichtungen vorbehalten bleiben, die ihn brauchen: Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und einige mehr.Aus diesem Grund nähen schon viele Einzelpersonen und Engagierte sogenannte „Community-Masken“. 

„Jeder kann mitmachen und sich bei der Initiative melden: durch das Nähen von Masken, aber auch durch die Unterstützung von Teilaufgaben, wie zum Beispiel beim Aufzeichnen und Abschneiden der Stoffe, für das Bügeln von Bändern, Umdrehen von Rohlingen“, heißt es in der Mitteilung. 

IG Metall hatte T-Shirts gespendet, die zum zerschneiden verschenkt wurden

Am vergangenen Samstag war die Initiative mit einem Stand auf dem Wochenmarkt vertreten. Sie habe den Tag genutzt, um zu zeigen, wie leicht es sei, selbst Masken herzustellen. Dazu sind bereits viele Anleitungen auf der Homepage der Initiative zu finden. Dort gibt es auch kleine Videos zur Verdeutlichung. „Die einfachste Möglichkeit, eigene Masken herzustellen, besteht aus dem Zerschneiden von ausgemusterten oder ungeliebten T-Shirts. Bereits durch Abschneiden der Ärmel kann man zwei Masken gewinnen. Schneidet man dann noch den T-Shirt-Körper in etwa 20 Zentimeter breite Streifen, erhält man zwei bis drei Schals, die man ebenfalls als Maske benutzen kann“, rät die Initiative. 

Sie hatten gespendete T-Shirts der IG Metall dabei, die zum Zerschneiden verschenkt wurden. „Diese Methode kam bei den Standbesuchern meistens gut an. Allerdings waren auch einige Besucher etwas eitel und lehnten diese Art der Behelfsmasken ab“, so die Mitteilung. Diesen sei dann gezeigt worden, wie man aus 20 mal 20 Zentimeter großen Baumwollstoffstücken Masken falten und nähen könne. „Mancher erinnerte sich daran, dass es zu Hause noch eine Nähmaschine gibt, die aktiviert werden könnte“, so die Initiative. 

„Jede einzelne Maske zählt!“

Der Stand sei gut besucht gewesen, die Resonanz durchweg positiv. Dr. Karl-Heinz Leister, ehrenamtlicher Mitarbeiter von Menschen in Hanau, fasst seine Erfahrung am Stand laut Mitteilung so zusammen: „Es war wichtig, die Besucher aufzuklären und einfache Lösungsvorschläge dabei zu haben, ob zum Beispiel zum richtigen Tragen der Masken – und ganz wichtig, wie sie gereinigt werden. Es ist ein gutes Gefühl, dazu beigetragen zu haben, dass bei der für ÖPNV, Geschäfte und Märkte herrschenden Maskenpflicht keiner der Marktbesucher das Risiko eingehen muss, keine Maske zu haben.“ Sylvie Janka, Koordinatorin der Initiative, ergänzt: „Die Besuchenden sahen nun die Möglichkeit, sich selbst helfen zu können, auch wenn die Maske dann nicht dem letzten Schick entspricht.“ 

Die Standbesatzung sei angetan gewesen von der Offenheit der Besucher, deren Zusammensetzung „typisch Hanauerisch war: bunt und vielfältig“. Die Initiative bleibt laut Mitteilung am Thema dran und unterstützt die Bürgerschaft durch Mutmachen, Aufzeigen von Mitmachmöglichkeiten, eigenen Näharbeiten oder Unterstützung bei der Beschaffung von Material. „Jede einzelne Maske zählt!“, heißt es in der Mitteilung. 

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