Das muss man gesehen haben: Schulleiter Jürgen Scheuermann (vorne im Bild, rechts), Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (links daneben) und Gäste machen sich auf zu einem Rundgang durch das sanierte Schulgebäude. Foto: Thomas Seifert

Hanau

Letzter Bauabschnitt an der Karl-Rehbein-Schule abgeschlossen

Hanau. Mit der Fertigstellung des neuen Schulhofs der Karl-Rehbein-Schule, ist nach 14-jähriger Bauzeit auch der letzte Bauabschnitt abgeschlossen. Schulgebäude, Ausstattung und Möblierung haben eine Runderneuerung erfahren, mit der neuen Mensa hat die Schule „im Herzen der Stadt“ einen architektonischen Blickfang bekommen.

Von Thomas Seifert

Mit einem Ginkgobaum als Mittel- und Fixpunkt, einer neuen Pflasterung, Pflanzrabatten, diversen Sitzgelegenheiten und einem kleinen Podium für Veranstaltungen hat der Schulhof deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen. Die Schüler haben ihr neues „Wohnzimmer“ während der Pausen bereits sehr gut angenommen, was man während der kleinen Einweihungsfeier von der Mensa aus gut beobachten konnte.

Die 400 000 Euro, die dieser letzte der insgesamt sieben Bauabschnitte gekostet hat, wurden gemeinsam von der Stadt und der Schulgemeinde aufgebracht. Insgesamt investierte die Stadt in die Grundsanierung der Karl-Rehbein-Schule 15,3 Millionen Euro inklusive Landes- und Bundeszuschüsse.

"Lange Leidenszeit für Schüler"

Schulleiter Jürgen Scheuermann, der an seinem Geburtstag den neuen Schulhof einweihen konnte, erinnerte in seiner Begrüßung an die „lange Leidenszeit für die 1800 Schüler, das Kollegium, Sekretariat, Hausmeister und Schulleitung“ während der Baumaßnahmen. Doch die Kooperation mit Stadt, Schulverwaltungsamt, Architekten, ausführenden Firmen und der Schulgemeinde habe sehr gut funktioniert und so sei es zwar zu Engpässen, aber nie zu Frust gekommen.

"Es hat sich gelohnt“, bilanzierte Scheuermann, denn durch die Sanierung sei ein neuer Geist in die Schule eingezogen, den die Architekten durch die Durchlässigkeit und Transparenz der Bauweise aufgenommen hätten. „Wir sind die Schule im Herzen der Stadt und deshalb offen für viele Kooperationen mit Vereinen und Verbänden. „Die Sanierung unterstreicht genau diesen Habitus“, freute sich der Schulleiter, der mit großem Dank an alle Beteiligten seine Begrüßung beendete.

Mit einer Fotopräsentation dokumentierte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Freunde der KRS, Robert Schnabel, die sieben Bauabschnitte mit Vorher- und Nachher-Bildern. Eindrücklich wurde den Gästen und Schülern vor Augen geführt, welche Veränderungen die Schule in den vergangenen 14 Jahren durchgemacht hat und welche Einschränkungen damit verbunden gewesen waren.

Viele Diskussionsprozesse waren nötig

„Es sind viele Diskussionsprozesse aller Beteiligten notwendig gewesen, um zu diesem überzeugenden Ergebnis zu kommen“, betonte Bürgermeister Weiss-Thiel, „aber die Stadt hat auch ihre Ankündigung als verlässlicher Partner der Schule wahr gemacht und die Sanierung Schritt für Schritt finanziert und durchgezogen“.

Bei der Sanierung habe auch ein „Ringen um die beste Lösung“ stattgefunden, denn in den Jahren des Bauen hätten sich auch neue pädagogische Ansätze ergeben, die wiederum in die Planung einfließen mussten. Das alles habe man gemeinsam geschafft und nun sei die KRS noch besser in der Stadtgesellschaft vernetzt und in das Stadtbild eingebunden – nicht zuletzt durch die Mensa, mit der sich die Schule Richtung Schlossgarten geöffnet habe.

„Die KRS steht sehr gut da, meiner Meinung nach ist es ein Privileg, hier unterrichtet zu werden“, betonte Thomas Adlung, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Karl-Rehbein-Schule. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt, die viel Geld in die Hand genommen habe, um die Sanierung zu stemmen. Das Gemeinschaftsprojekt Schulhof sei der krönende Abschluss einer Phase, die für alle Beteiligten einiges an Geduld abverlangt habe.

Angehen eines zweiten Schulhofs

„Was mich fasziniert hat, ist, dass der Schulhof nun genauso aussieht wie auf den Plänen“, staunte Adlung, der hinzufügte, dass man nach einem kräftigen Durchatmen das Projekt zweiter Schulhof am Schlossplatz angehen könne. „Als wir vor drei Jahren unser Kind angemeldet haben, war ich sofort von der KRS begeistert, das Miteinander hat mir mächtig imponiert“, stellte Dr. Volker Beyel fest. Andere Schulen könnten sich ein Beispiel daran nehmen, wie Schulgemeinde, Elternbeirat, dessen Vorsitzender Beyel ist, und Förderverein Hand in Hand arbeiten, um den Kindern optimale Verhältnisse zu bieten. Allerdings käme nun auf die Schule mit der Digitalisierung eine weitere Herausforderung zu, blickte Beyel in die Zukunft.

Der Vorsitzende des Personalrats Christian Leinweber schloss sich den Dankesworten für das 150-köpfige Kollegium an und berichtete ebenfalls von einer Aufbruchstimmung, die durch die gelungene Sanierung ausgelöst worden sei. Und das, obwohl das Kollegium während der Bauzeit zweimal hatte umziehen müssen.

Das Schlusswort gebührte Polina Freymann (8G) und Natascha Liede (9L) von der Schülervertretung: „Wir haben ein Sekretariat, wo wir mit allen Problemen immer ein offenes Ohr finden und einen guten Schulleiter. Der Schulhof ist sehr schön geworden mit vielen Sitzgelegenheiten. Wir Schüler wollen nun dafür sorgen, dass er sauber bleibt und nichts kaputt gemacht wird“, versprachen die beiden Mädchen. Insgesamt sei die KRS durch die Sanierung „bunter, fröhlicher und schöner“ geworden, es mache Spaß, eine „freundliche, moderne und nette Schule“ zu besuchen.

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