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Kultoursommer: Singer-Songwriter glänzen beim Hanauer Song Slam

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Die Violinistin Lucie Paradis aus Darmstadt und Huesevin Koeroglu spielten Indie-Pop. Foto: Pauly
Die Violinistin Lucie Paradis aus Darmstadt und Huesevin Koeroglu spielten Indie-Pop. Foto: Pauly

Am Abschlusstag des Hanauer Kultoursommers bekamen auch die Song Slammer ihren großen Auftritt im Staatspark Wilhelmsbad und traten dort auf.

Ein Song Slam ist ein inzwischen bekannter und beliebter Musikerwettstreit, bei dem Menschen verschiedenen Alters und soziokulturellen Hintergrundes mit selbstgeschriebener Musik gegeneinander antreten. Kostüme, Requisiten und Hilfsmittel sind dabei nicht erlaubt. Das Publikum entscheidet meist per Applaus, wer den Wettbewerb gewinnt. Auch der vom KUZ (Trägerverein Kulturzentrum Pumpstation) organisierte regelmäßige Hanauer Song Slam hat sich inzwischen zu einer gerne besuchten Veranstaltung im „Brückenkopf“ entwickelt.

Nun waren einige der Song Slammer im Rahmen des Hanauer Kultursommers bereits zum zweiten Mal „auf Hessens schönster Bühne“ zu Gast. Allerdings war hier kein Wettstreit angesagt, sondern ein „Showcase“ – ohne Regeln –, nur Musik von Künstlern, die dem Verein besonders am Herzen liegen und eine bunte Mischung an Stilrichtungen repräsentierten.

Da direkt vor der Bühne am frühen Nachmittag eine kleine Schatteninsel entstanden war, fanden sich hier einige Besucher ein, aber auch in etwas Entfernung in verschiedenen Bereichen, wo Ansammlungen der alten Bäume genug von den heißen Sonnenstrahlen abhielten. Moderiert wurde die bunte Show von Mitveranstalter, Autor und Musiker Robsie Richter.

Unter anderem mit seinen Songs „Im Kreis“ und „Freiheit“ eröffnete Gitarrist und Sänger Oliver Klösel, der auch die Musikbar „Hanau A Go-Go“ betreibt und in der Band Stereoplanet spielt, das Konzert und gefiel mit poetischen Texten sowie weicher und gleichzeitig rockiger Stimme. Marie Schwind aus Aschaffenburg macht auch Impro-Theater und in diesem Zusammenhang sind schon viele ihrer Texte entstanden. Die junge Frau überzeugte mit ihren amüsant-ironischen Texten und chansongleichen Melodien in Titeln wie „Fort von hier“ für ihre Heimatstadt, einem Plädoyer für Stechmücken und einer Ode an ihre Waschmaschine sowie über ihren Freund, „Du mein Unromantiker“.

Aus Bad Vilbel kommt Gottfried Lehr, der „Harde Hesse“, wie auch einer seiner dargebotenen Titel lautet. Darin sing er über die hessische Liebesgeschichte zwischen Frankfurt und Offenbach. Mit Humor stellte Lehr ebenfalls „Tanztee im Hardrockcafé“ und „Babbel net“ vor.

Mit dabei waren außerdem Lucie Paradis aus Darmstadt und ihre „Band“ Hueseyin Koeroglu – die studierte Violinistin begann vor einiger Zeit erfolgreich im Indie-Pop Fuß zu fassen – sowie Micah und Tommy aus Mannheim, ein klassisches Singer-Songwriter-Duo, die sich mit ihren Songs voller melodiöser Melancholie im Genre Indie Folk bewegen.

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