Rumpelig: das Kopfsteinpflaster in der Brown-Boveri-Straße. Das wird wohl so bleiben. Foto: Per Bergmann

Großauheim

Kopfsteinpflaster wird bleiben: CDU scheitert mit Antrag

Großauheim/Wolfgang. Die CDU hat einmal mehr im Ortsbeirat die Sanierung des Kopfsteinpflasters im Bereichvon Brown-Boveri- und Rudolph-Weber-Straße beantragt, brachte ihren Antrag jedoch nicht durch. Das Gremium sprach sich derweil dafür aus, das Lindenaubad zu einem Sauna- und Wellnesspark weiterzuentwickeln.

Von Per BergmannWeil die „BBC-Straße zwischen Sandgasse und BBC-Kiosk“ als eine der letzten Straßen in Hanau noch mit Kopfsteinpflaster belegt sei, warb die CDU im Ortsbeirat für eine Sanierung. Gleiches gelte für die angrenzendeRudolph-Weber-Straße, „vor allem wegen der Lärmbelästigung für die Anwohner“, erklärte Christopher Göbel (CDU). Es war nicht das erste Mal, dass die Christdemokraten die Erneuerung forderten. Das Kopfsteinpflaster seizudem in einem schlechten Zustand, „eine weitere Verschlechterung des Zustandes sollten wir vermeiden“. Die Mehrheit des Ortsbeirates lehnte den Antrag jedoch ab. Mehrere Mitglieder zweifelten eine Lärmbelästigung für Anwohner gänzlich an, andere verwiesen auf den verkehrsberuhigenden Effekt der Pflastersteine.

Über den geplanten Ruhewald informierten Alexandra Kinski und Thomas Asbach vom Hanau Infrastruktur Service (HIS). Die Hanauer Friedhöfe seien „bereits gut aufgestellt, aber die Ansprüche der Menschen ändern sich, die Nachfrage nach Baumbestattungen steigt stetig“, erklärte Kinski. Der neue Ruhewald wird bis September nahe der Limesschule am Alten Kahler Weg entstehen. Die Urnen werden dort im Wurzelwerk von Kiefern und Buchen bestattet, „etwa zwei bis drei Meter vom Stamm entfernt, in 80 bis 90 Zentimetern Tiefe“, erklärte Asbach. Durch die Entfernung zum Baum könne „praktisch ausgeschlossen“ werden, dass eine Urne Schaden nehme, wenn der dazugehörige Baum durch einen Sturm entwurzelt wird. Im Falle eines Sturmschadens werde ein neuer Baum eingepflanzt.

Errichtung eines Sauna- und Wellnessparks

Der Ortsbeirat sprach sich derweil für die Errichtung eines Sauna- und Wellnessparks auf dem Gelände des Lindenaubades aus. Die Saunabranche „boomt“, und das Bad biete „großes Entwicklungspotenzial und eine gute umliegende Infrastruktur“, so Göbel. „Wenn man in die Stadtverwaltung reinhört, gibt es bereits große Sympathien für diese Idee.“ Weil das Bad in diesem Jahr ohnehin umgebaut wird , würde ein entsprechender paralleler Ausbau den Badebetrieb nicht zusätzlich beeinträchtigen. Der Zeitpunkt sei günstig. Zudem solle die Einbindung eines externen Sauna-Betreibers in die Überlegungen einbezogen werden.

Bei der Vergabe der zukünftigen Straßennamen innerhalb des Wohngebietes „Pioneer Kaserne“ konnte sich der Ortsbeirat noch nicht auf alle Namen einigen. Für die derzeit vorgeschlagene Ruth-Becker-, die Ruth-Kaiser- sowie eine Astrid-Lindgren-Straße sollen zeitnah Alternativen gefunden werden.

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