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Hanau

Kommentar zur Videoüberwachung: Kind beim Namen nennen

Redakteurin Kerstin Biehl kommentiert die Namensspiele beim Thema Videoüberwachung in Hanau.

Von Kerstin Biehl

„Wir wollen es Videobeobachtung statt Videoüberwachung nennen“, erklärte Stadtrat Thomas Morlock (FDP). Aha. Beobachtungsstadt statt Überwachungsstadt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Freiheits-, Markt- und Platanenplatz stehen also künftig nur unter Beobachtung. Glaubt die Stadt denn wirklich, mit einer Umbenennung des Vorhabens die Gegner der Videoüberwachung einzufangen? Oder ist den Stadtoberen selbst nicht mehr so ganz wohl bei dem Überwachungsgedanken?

Wie auch immer. Die Videoüberwachung wird kommen. Der Beschluss dafür ist bereits Anfang des Jahres gefasst worden. Eine Umbenennung zur Beschönigung der Maßnahme macht die Sache auch nicht besser. Die Entscheidung ist getroffen. Also sollte man auch dazu stehen und sie beim Namen nennen.

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