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Hanau

Kommentar: Ein ganz großer Wurf

Unsere Redakteurin Kerstin Biehl hat sich in ihrem Kommentar mit dem neu vorgestellten Konzept zum Pionier Park kritisch auseinander gesetzt.

Veränderung braucht Mut, Zeit und eine ordentliche Portion Vertrauen. Mutige Macher hat Hanau an seiner Spitze, das hat sich im Rahmen des Innenstadtumbaus gezeigt. Leute, die bereit sind, auch unpopuläre Wege in Angriff zu nehmen, um eine Stadt nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Nun gilt es, die Konversion erfolgreich zu beenden.

Das Sahnestück kommt hierbei zum Schluss: die Pioneer Kaserne. Und die ist mit ihrer Fläche von rund 79 Fußballfeldern eine richtig große Nummer. Nicht nur flächenmäßig. Rund 5000 neue Bürger sollen hier ein Zuhause finden, 500 Millionen Euro müssen hierfür investiert werden. Das setzt Vertrauen voraus. Doch Kontrolle ist bekanntlich besser. Deshalb arbeiten, durch die Schaffung der eigens für die Pioneer-Entwicklung gegründeten LEG Hessen-Hanau GmbH, Investor und Stadt Hand in Hand.

Eine raffinierte Lösung mit Clou: Obwohl die BAUprojekt Hanau, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, nur zehn Prozent der Unternehmensanteile in dieser GmbH hält, gibt es eine gleichberechtigte Geschäftsführung. Damit sichert sich die Stadt nicht zuletzt ihren Einfluss bei der Quartiersgestaltung dieses zukunftsträchtigen Stadtteils, der mit seiner innovativen Gestaltung ein weiteres Vorzeigeprojekt Hanaus und ein Vorbild für die Entwicklung in anderen Städten werden kann. Nicht zuletzt ist Pioneer im Rhein-Main-Gebiet aktuell das größte Entwicklungsgebiet und für Hanau das größte Wohnbauprojekt der Nachkriegsgeschichte.

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