Die Großauheimerin Sabrina Knell in ihrem Blumenladen „Blattwerk“. Beim Bundeswettbewerb der Floristen will sie die Jury von ihrem Können überzeugen. Foto: Bergmann

Großauheim

Knell kämpft bei Bundeswettbewerb der Floristen um Titel

Großauheim. Die Großauheimerin Sabrina Knell geht beim Bundeswettbewerb der Floristen an den Start. Als Vize-Hessenmeisterin hält sie in Berlin die Fahnen ihres Bundeslandes hoch. Das Motto des Wettbewerbs ist dieses Jahr ein ganz besonderes und an einen aktuellen Anlass angelehnt.

Von Per Bergmann

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich Sabrina Knell beim Landeswettbewerb in Langen für den Bundesentscheid qualifiziert. Sie wurde Vize-Hessenmeisterin. Die Hessenmeisterin „verzichtete aus persönlichen Gründen auf ihre Teilnahme“ am Bundeswettbewerb und lies Knell den Vortritt. Diese freute sich sehr über ihre nachträgliche Qualifikation für Berlin. „Für jeden Floristen, der Lust auf Wettkämpfe hat, ist das das Größte.“Der Bundeswettbewerb sei eine Art „Feiertag der Floristen in Deutschland“. Veranstaltet wird er vom Fachverband Deutscher Floristen (FDF) und dem weltweiten Blumenversanddienst Fleurop mit Sitz in Berlin.Mutter ist stolz auf ihre Tochter Knell hat ihre Ausbildung im Blumenladen ihrer Mutter Astrid in Alzenau absolviert. Heute hat die 31-Jährige ihren eigenen Laden – das „Blattwerk“ an der Vosswaldestraße in der Großauheimer Waldsiedlung. Dort kann sie nach wie vor auf die Erfahrung ihrer Mutter zählen, die heute bei ihr angestellt ist. Und Mama ist stolz: „Sabrina ist eine talentierte Floristin“, ist sich Astrid Knell sicher.Die Aufgabenstellungen für den Wettstreit liegen Knell zum Großteil bereits vor. Das Hauptthema der Pflanzen- und Blumenkreationen lautet aus aktuellem Anlass „Olympische Spiele“. Bunt und vielfältig „wie der brasilianische Lebensstil“ soll beispielsweise der Tischschmuck werden. In Erinnerung an die Geiselnahme bei Olympia 1972 in München, läuft eine weitere Aufgabe unter dem Titel „Trost und Hoffnung“.Ein Strauß für Michael Fuchs Badmintonspieler Michael Fuchs Zudem müssen Deutschlands beste Floristen einen möglichen „Siegerstrauß“ für ihren Lieblingssportler bei den Olympischen Spielen gestalten. Weil Knell auf Anhieb niemand passendes einfiel, ging sie den umgekehrten Weg: „Ich habe einen transparenten, luftigen Strauß geplant.“ Die Großauheimerin suchte sich deshalb den Badmintonspieler Michael Fuchs aus und wird voraussichtlich auch Federn für ihre Arbeit verwenden.In der abschließenden FreeStyle-Disziplin greift der Bundeswettbewerb die Wurzeln der Olympischen Spiele auf. Unter dem Titel „Auf den Spuren der Antike“ dürfen die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Knell liegt das: „Spontan auf individuelle Kundenwünsche einzugehen, ist Teil meiner täglichen Arbeit.“ Die Aufgabe bildet gleichzeitig den Abschluss des Bundeswettbewerbs."Je weiter vorne ich lande, desto besser" „Mir geht es nicht ums gewinnen“, stellt Knell klar. Die elf teilnehmenden „Spitzen-Floristen“ hätten es alle verdient, mit dem Titel im Gepäck nach Hause zu fahren. Dennoch werde sie sich für ihr Bundesland voll ins Zeug legen. „Je weiter vorne ich lande, desto besser.“ Den drei bestplatzierten Floristinnen winkt, neben einem Pokal, ein Auftritt bei einer Bühnenshow auf der Weltleitmesse des Gartenbaus in Essen.

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