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Klinikum Hanau führt neue Chefärzte offiziell in Ämter ein

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Hanau. In einer Feierstunde am Samstag hat das Klinikum Hanau die beiden neuen Chefärzte Prof. Dr. med. Mark Lehnert und Dr. med. Florian Unbehaun offiziell in ihre Ämter eingeführt. Lehnert ist für die Bereiche Unfallchirurgie und Orthopädie zuständig, Unbehaun für die Zentrale Notaufnahme (ZNA).

Reinhold SchlittBeide Mediziner hatten ihre Ämter im Januar beziehungsweise Februar dieses Jahres angetreten. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sieht in beiden Personalien einen engen Zusammenhang mit der guten medizinischen Versorgungsqualität des Krankenhauses.Klinikum behauptet sich im WettbewerbBei der Suche nach qualifizierten Ärzten und Mitarbeitern befinde sich das Klinikum in einem harten Wettbewerb mit anderen Häusern. „Aber wir haben allen Grund, uns mit den Leistungen des Klinikums selbstbewusst im Rhein-Main-Gebiet zu präsentieren“, sagte der OB, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikgesellschaft ist.Das Haus befinde sich heute in einem guten Zustand, sowohl bei der Patientenversorgung, als auch baulich und bei den Arbeitsbedingungen. Es gelte den Beweis anzutreten, „dass ein gut geführtes kommunales Haus sich vor anderen Trägermodellen, etwa privaten oder konfessionellen Häusern, nicht verstecken muss". Der Rathauschef bekräftigte, dass die Stadt Hanau für das Klinikum „dauerhaft in der Verantwortung bleiben“ werde.

Behandlungsangebot erweitert Professor Lehnert, der vor seinem Wechsel nach Hanau Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie an der Universitätsklinik in Frankfurt war, ist schwerpunktmäßig für die Akutversorgung von Unfallverletzungen zuständig. Hinzugekommen ist hier unter anderem die Behandlung von Schmerz- und Behinderungszuständen im Bereich von Hand- und Fußgelenken.Oft seien solche Veränderungen Folgen von Unfallverletzungen. Hier sind nach Lehnerts Angaben häufig operative Eingriffe erforderlich, für die es am Klinikum Hanau bislang kein ausreichendes Behandlungsangebot gegeben habe. Jetzt könnten Patienten mit länger anhaltenden Beschwerdebildern im Klinikum beraten und versorgt werden und müssten keine weiten Wege zu anderen Spezialisten mehr zurücklegen.

Fortschritte in der NotaufnahmeDer Anästhesist Dr. Unbehaun ist hingegen bereits seit 2013 am Klinikum Hanau tätig und hatte vor seinem Wechsel auf den Chefarztposten bereits als Geschäftsführender Oberarzt Erfahrungen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) sammeln können. Zuvor war er in der Abteilung für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie tätig.In der ZNA, die unter anderem wegen langer Wartezeiten für Patienten in der Kritik steht, gibt es seit 2014 einen großen organisatorischen Umbruch. In seinem Vortrag anlässlich der offiziellen Amtseinführung konnte Unbehaun allerdings auch über Erfolge berichten. So sei die ZNA im Zusammenhang mit ihrer Umstrukturierung inzwischen mehrfach zertifiziert worden.Personelle Herausforderung bleibtAuch werde an einer weiteren „deutlichen Verkürzung“ der Gesamtverweildauer von Patienten in der Notaufnahme gearbeitet. Die Zahl der schriftlichen Beschwerden wegen zu langer Wartezeiten sei deutlich zurückgegangen. 

Eine personelle Herausforderung sei allerdings nach wie vor die große Zahl von Patienten, deren Beschwerden keine Notfälle im eigentlichen Sinn darstellten.

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