Pfarrerin Ann-Sophie Huppers wird offiziell in ihr Amt eingeführt. Bereits seit Anfang des Jahres hat sie die Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Klein-Auheim inne. Foto: Holger Hackendahl

Klein-Auheim

Klein-Auheims neue Pfarrerin Ann-Sophie Huppers im Interview

Klein-Auheim. Seit Jahresbeginn hat Ann-Sophie Huppers die Pfarrstelle der Evangelischen Gemeinde Klein-Auheim inne. Die 31-Jährige tritt die Nachfolge des in den Ruhestand verabschiedeten Pfarrers Detlef Hellmann an. Huppers wurde im August 1987 in Gießen geboren und zog im Alter von vier Jahrennach Idstein im Taunus.

Frau Huppers, wie kamen Sie dazu, evangelische Theologie zu studieren, und wo haben Sie studiert?

Ich kam über die Konfirmandentätigkeit in meiner evangelischen Heimatgemeinde Idstein auf die Idee, evangelische Theologie zu studieren. Ich war bis ins Studium hinein Teamerin im Konfirmandenunterricht und habe in Kleingruppen Konfirmanden-Unterricht gegeben. Während meines Studiums an der Theologischen Fakultät an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz erlernte ich die Sprachen Latein, Altgriechisch und Althebräisch. Zwei Auslandssemester in Prag an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität und der Wechsel an die Uni Heidelberg folgten.

Haben Sie schon Erfahrungen in einer anderen Gemeinde gesammelt?

Ja, ich habe ein zweijähriges Vikariat absolviert. Eineinhalb Jahre war ich in einer Gemeinde in Neckarsteinach, dem südlichsten Zipfel Hessens. Im Anschluss ging ich nach Berlin zu einem sechsmonatigen Spezialvikariat im Kulturbüro des EKD (Evangelische Kirche in Deutschland, Anm. d. Red.).

Um etwas komplett Neues kennenzulernen, war ich im Kulturbüro und in der Stiftung St. Matthäus der Kulturstiftung der Landeskirche tätig. Am 24. Dezember 2018 verließ ich Berlin. Es hieß „Koffer packen“, und ich bin zurückgekehrt nach Idstein. Aber nur für wenige Tage. Am 28. Dezember bin ich ins Pfarrhaus nach Klein-Auheim gezogen und habe am 1. Januar 2019 in Klein-Auheim meinen Dienst angetreten.

Hatten Sie schon Kontakt mit Ihrem Vorgänger Pfarrer Detlef Hellmann?

Bereits am 2. Januar haben wir uns getroffen. Er hat mir ein bisschen was über die Gemeinde und die Gruppen erzählt. Er steht mir immer als Ansprechpartner zur Verfügung. Als Erste habe ich aber unsere Gemeindesekretärin Nicole Fischer und den Kirchenvorstand kennengelernt.

Was waren Ihre ersten Aktivitäten in Klein-Auheim?

In der zweiten Januarwoche nahm ich in der Gemeinde an meiner ersten Kirchenvorstandssitzung teil, Kraft Amtes bin ich stellvertretende Vorsitzende. Weitere Aufgaben waren das Einrichten des Pfarrhauses und des Amtszimmers sowie Geburtstagsbesuche und ein Treffen mit der evangelischen Pfarrerin Heike Zick-Kuchinke im benachbarten Steinheim. Auch habe ich viele weitere Menschen kennengelernt, natürlich auch die Mitarbeiterinnen und den Mitarbeiter in unserer Kita.

Und wie war Ihr erster Eindruck von Klein-Auheim?

Mein erster Eindruck ist sehr gut. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen. Ich wurde hier herzlich willkommen geheißen – auch mit Blumen und einem Präsentkorb, von dem ich immer noch nicht weiß, wer ihn mir hingestellt hat. Besonders freue ich mich auf den Neujahrsempfang. Ich bin gespannt, alle kennenzulernen, die die Gemeinde beleben.

Haben Sie die Pfarrer der katholischen Schwestergemeinde St. Peter und Paul bereits kennengelernt?

Am Mittwoch bin ich in die Kolpingstraße geradelt und habe mich bei den katholischen Pfarrern Lukasz Szafera und Hermann Differenz vorgestellt. Ich bin sehr angetan von ihrer Offenheit und freue mich auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in Klein-Auheim und Steinheim.

Was ist Ihre Intention, was wollen Sie Neues mit in die Gemeinde einbringen?

Ich möchte die Gottesdienste mit modernen Texten und modernem Liedgut bereichern. Angeregt durch die Erfahrungen meines sechsmonatigen Spezialvikariats, denke ich auch darüber nach, die Kunst mit einzubinden und kann mir etwa eine Ausstellung auf dem Kirchvorplatz vorstellen. Ich möchte Kunst und Kirche in Verbindung erleben. Als Pfarrerin möchte ich zudem immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen haben. Zum Amt gehören natürlich auch Verwaltungsaufgaben dazu. Ich freue mich hier zu sein und wieder den hessischen Dialekt zu hören.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Meine Hobbys sind das Zeichnen sowie das Malen mit Acryl- und Aquarellfarben in Richtung des Urban Sketching. Singen im Chor, den ich mir noch suchen möchte, sowie sportliche Aktivitäten wie Radfahren und zum Beispiel Step-Aerobic – eben alles was Bewegung und Musik vereint.

Das Interview führte Holger Hackendahl.

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