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Mit Abstand beten: Auf dem freien Kirchplatz der St. Elisabethkirche feierten die Gläubigen kürzlich einen außergewöhnlichen Bittgottesdienst.

Kirche zu Corona-Zeiten

Kirchengemeinden feiern Christi Himmelfahrt: Einige Gemeinden öffnen am Donnerstag erstmals wieder ihre Türen

An Christi Himmelfahrt bieten viele Kirchengemeinden erstmals wieder Gottesdienste an. Wenn auch unter Auflagen wegen der Corona-Pandemie. So öffnet die evangelische Erlöserkirche in Klein-Auheim endlich wieder ihre Türen für einen Gottesdienst.

Um 10 Uhr begrüßt Pfarrerin Ann-Sophie Huppers nach über zehn Wochen Pause das Gotteshaus in der Sudetendeutschen Straße wieder. Die Teilnahme ist auf 30 Personen begrenzt und gemeinsames Singen leider nicht möglich. Für Musik im Gottesdienst sorgen in diesem ersten Gottesdienst dennoch Organistin Jutta Kratzsch und die Band Soggeschuss. „Wiedersehensfreude“ lautet anders als ursprünglich geplant – das Thema des Gottesdienstes, mit dem die evangelische Stadtkirchengemeinde und die Kirchengemeinde Kesselstadt am Donnerstag, 21. Mai, um 10.30 Uhr gemeinsam die Präsenzgottesdienste wieder aufnehmen. Sie feiern Christi Himmelfahrt auch dieses Jahr gemeinsam, diesmal im Kirchgarten der Friedenskirche. 

In dem Gottesdienst gelten die üblichen Hygienemaßnahmen Mund/Nasenschutz, Händedesinfektion sowie Abstandsregeln. Die Zahl der Mitfeiernden an der Friedenskirche ist auf 100 begrenzt, informiert Pfarrer Merten Rabenau in einer Pressemitteilung. Die katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth in der Kastanienallee 68 feiert im Mai traditionsgemäß einige Gottesdienste unter freiem Himmel. In diesem Jahr finden die Bittgottesdienste ohne Prozession statt. Bei den Prozessionen, bei denen sich die Gläubigen eigentlich betend und singend nach draußen begeben, musste umgedacht werden. 

Himmelfahrts-Gottesdienste mit gutem Schutzkonzept

Wegen der Hygiene- und Distanzvorschriften ergeben sich in der Corona-Zeit auch hier neue Formate: So in dieser Woche vor Christi Himmelfahrt, wo die Bittgänge in Kesselstadt eigentlich durch den Weihergraben und durch den Bürgerpark Hochgericht führen, blieben die Gläubigen in diesem Jahr mit den nötigen Abständen auf dem freien Kirchplatz der St.-Elisabeth-Kirche. 

Die Gottesdienste zu Christi Himmelfahrt sind in der Gemeinde St. Elisabeth am Mittwoch, 20. Mai, 14.30 Uhr sowie am Donnerstag, 21. Mai, 8 Uhr und 10.30 Uhr. Sie finden in diesem Jahr mit gutem Schutzkonzept unter den bewährten Hygiene- und Abstandsregeln in der St- Elisabeth-Kirche und auf dem Kesselstädter Kirchplatz unter freiem Himmel statt - und nicht wie in den vergangenen Jahren in Wilhelmsbad. Die evangelische Kirche am Limes lädt an Christi Himmelfahrt von 10 bis 16 Uhr zu einem Meditationsweg zur Schöpfung ein, über zehn Stationen geht es zu Fuß durch den Wald oder auch mit dem Fahrrad. 

Immanuel-Kirche Großkrotzenburg ist von 10 bis 12 Uhr geöffnet

Die Besucher sind eingeladen, an den Stationen innezuhalten, Menschen, die ebenfalls auf dem Weg sind, zu begegnen, die Pfarrer und Pfarrerinnen zu treffen, einen Segen zu bekommen und so auf Abstand und zu verschiedenen Zeiten Gottesdienst auf dem Weg zu feiern. 

Dieser Franziskusweg beginnt offiziell in Großauheim an der Theodor-Heuss-Straße 1 und endet in Großkrotzenburg Niederwaldstraße 1, am Franziskanergymnasium, kann aber auch in umgekehrter Richtung begangen werden. Hefte mit Hinweisen zum Weg findet man an der ersten und letzten Station. Von 10 bis 12 Uhr wird die Immanuel-Kirche Großkrotzenburg offen sein und um 10.30 Uhr wird es rund um den Glockenturm eine kurze Andacht geben. mcb

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