Die Unterstützer, Förderer und Organisatoren von "Jung und Abgedreht" freuen sich auf die achte Ausgabe des Kurzfilmfestivals im Kinopolis Hanau. Foto: Per Bergmann

Hanau

Jugendfilmfestival "Jung und Abgedreht": Bewerbungsphase läuft

Hanau. Für Claus Kaminsky ist es „eine der Erfolgsgeschichten der letzten Jahre in Hanau“: Das Jugendfilmfestival „Jung und Abgedreht“ geht Anfang des kommenden Jahres in die achte Runde. Die Bewerbungsphase für Nachwuchs-Filmemacher läuft bereits.

Von Per BergmannDer Oberbürgermeister war voll des Lobes für die Organisatoren und Sponsoren von „Jung und Abgedreht“, die im Rahmen einer Pressekonferenz über das kommende Filmfestival im Januar 2020 informierten. In den vergangenen acht Jahren habe es sich „vom regionalen Anspruch zu bundesweiter Bedeutung“ entwickelt.

Zuletzt reichten über 200 Nachwuchs-Filmemacher ihre Beiträge ein, von denen 44 für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt wurden und vor rund 300 Zuschauern über die Leinwand im Kinosaal eins, dem größten im Kinopolis Hanau flimmerten. „Thematisch immer am Puls der Zeit“, werde die Aufgabe der Vorauswahl bei so vielen Beiträgen für die Jury immer schwieriger.

Organisatoren machen Appetit auf die nächste Ausgabe

Der Hanauer Filmproduzent Daniel Siebert stellt die Jury derzeit als deren Vorsitzender zusammen. Fest steht, dass Felix Bausch aus Frankfurt als einer der Vorjahressieger im kommenden Jahr Teil der Expertenrunde ist. „Er produziert zur Zeit unseren Trailer für das kommende Festival“, verrät Siebert.

Für die filmische Vorschau, die bald auf der Homepage des Festivals zu sehen sein wird, betreibe Bausch einen „sehr großen Aufwand“. Die 1500 Euro für die Herstellung des Trailers waren ebenso Teil seines Gewinns, wie der Sitz in der Jury im kommenden Jahr. Der Vorjahressieger sei „mittlerweile schon auf dem Sprung zum Filmprofi“.

Der Aufbau des Wettbewerbes bleibt zunächst weitestgehend unverändert: Die Teilnehmer müssen im Alter zwischen 14 bis 27 Jahren sein. „In der Kategorie 'Regionale Helden', die außer Konkurrenz läuft, lassen wir aber regelmäßig auch jüngere Teilnehmer zu“, erklärt Siebert. Insgesamt sei eine Überlegung, das Mindestalter in Zukunft generell etwas abzusenken. Schließlich könnten Jugendliche heute immer früher mit der Technik umgehen und der Zugang zu ihr wird leichter.

Teilnahme als Plattform zur Förderung des Selbstbewusstseins

Der filmschaffende Nachwuchs tritt in den vier Kategorien „Kurzfilme 14 bis 18 Jahre“, „Kurzfilme 19 bis 27 Jahre“, „Young Professionals“ und „Musikvideos“ gegeneinander an. „Die Teilnehmer bekommen bei uns eine Plattform, der kurze Tritt ins Rampenlicht soll ihr Selbstbewusstsein stärken und sie fördern“, erklärt Siebert eine Intention des Events. „Es ist ein besonderes Erlebnis, den eigenen Film im Kino zu sehen, das macht einen Teil der Anziehungskraft aus.“ Von entscheidender Bedeutung sei deshalb auch die Unterstützung des Kinopolis Hanau, richtete Siebert seinen Dank an dessen Leiter Patrick Schubert.

2015 übernahm der AWO-Stadtverband Hanau die Organisation des Filmfestivals und erhielt es so am Leben. Dessen Geschäftsführerin Anna Jagust beobachtet eine deutliche thematische Entwicklung der Kurzfilme: „Es wird politischer.“ Ihr Dank gelte den Sponsoren, wie dem Zonta Club Hanau, der 2020 erneut einen Sonderpreis für eine weibliche Teilnehmerin vergibt. Weitere Förderer und Sponsoren sind Evonik, die Stiftung der Sparkasse Hanau, die Hanauer Baugesellschaft, das Medienprojektzentrum Offener Kanal Rhein-Main sowie seit dem letzten Jahr auch die hessische Filmförderung „HessenFilm“.

Jetzt bewerben: Die Bewerbungsfrist für „Jung und Abgedreht“ läuft noch bis 30. November. Das Kurzfilmfestival findet dann am am 26. Januar 2020 im Kinopolis Hanau statt. Weitere Infos im Internet.››

jungundabgedreht.de

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