Zahlreiche Gäste sind zum Neujahresempfang der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA) in die Mensa der Karl-Rehbein-Schule gekommen. Foto: Pompalla

Hanau

IGHA präsentiert beim Neujahrsempfang neues Programm

Hanau. Die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA) wartet in diesem Jahr mit fast 100 Events auf. Werner Bayer, Vorsitzender der IGHA, stellte das Jahresprogramm beim Neujahrsempfang am Sonntag in der Mensa der Karl-Rehbein-Schule vor.

Von Hannah Pompalla

In seiner Begrüßungsrede berichtete Bayer über die Entwicklung der Innenstadt, und sprach dabei von „unglaublichen Veränderungen“. Zudem bedankte er sich bei einer Reihe von Kooperationspartnern: „Ohne Ihre Hilfe wäre unser Verein kaum lebensfähig“, so Bayer.

In diesem Jahr habe der zwölfköpfige Vorstand 100 Aktivitäten geplant. Das Weiterbildungsprogramm, das sich seit 2009 im Aufbau befinde, mache inzwischen 66 Prozent des Veranstaltungsangebots aus. „Unser Wissenstand bestimmt die Zukunft unserer Kinder“, hob Bayer hervor.

Verdienste für die AltstadtVon den Veranstaltungen sei nur die Hanauer Jazznight im Rahmen des 31. Hanauer Kultoursommers am 24. Juni kostenpflichtig. Das Konzert finde diesmal im Fronhof statt. Zudem stellte Bayer einige andere Aktionen vor. So kündige er etwa an, dass Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Samstag, 22. April, eine Paul-Hindemith-Ausstellung im Kulturforum eröffnen werde. Dem würden ein Vortrag vom Frankfurter Hindemith-Institut und ein Konzert der Main-Kinzig-Musikschule Gelnhausen folgen.

Im Anschluss ehrte Bayer das IGHA-Mitglied Kurt Blaschek wegen seiner Verdienste für die Altstadt als „Maitre de Secours“ (französisch für Meister der Hilfe). Blaschek habe dabei geholfen, alte Bürgermeisterrechnungen der Stadt Hanau aus dem 16. Jahrhundert zu entschlüsseln. Denn als die IGHA im Jahr 2006 dazu entschieden hätte, die Rechnungen aus dem Staatsarchiv Marburg kopieren zu lassen – im Bestand des Hanauer Stadtarchivs waren sie nicht vorhanden – habe sie niemand entziffern können.

IGHA-LehrgangDie 2000 Kopien seien in 18 Leinen-Bänden feierlich an OB Kaminsky für das Stadtarchiv übergeben worden. Hier sei der IGHA klar geworden, dass es eines gebildeten Historikers bedürfe, um den Inhalt zu verstehen.Somit sei in Kooperation mit der Volkshochschule Hanau der IGHA-Lehrgang „Lesen alter Handschriften“ ins Leben gerufen worden, für dessen Leitung sich Blaschek von Anfang an verantwortlich zeichnete – bis heute.

Blascheck, der 1930 in Tscheschien geboren wurde und mit 16 Jahren nach Deutschland kam, habe somit „ein Tor zur Vergangenheit geöffnet“ und somit eine Schar an Experten geschaffen, betonte Bayer, der dem früheren stellvertretenden Vorsitzenden des Hanauer Geschichtsvereins 1844 als Dank edlen Wein übergab.

Einzigartig in DeutschlandAls Vertretung für den erkrankten Oberbürgermeister ergriff Stadtrat Andreas Kowol (Bündnis 90/Grüne) das Wort. Er bedankte für die vielfältige Belebung der Stadt. „Sie haben erheblichen Anteil an der Stadtentwicklung und prägen den urbanen Raum“, lobte er.

Landrat Erich Pipa (SPD) würdigte den Verein als „Leuchturm bürgergesellschaftlichen Engagements“, das in seiner Art in Deutschland einzigartig sei. Ein Vortrag von Professor Gerhard Sextl vom Fraunhofer-Institut zum Thema „Ressourcen sichern – Werkstoffkreisläufe schließen“ rundete das Programm ab.

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