Auserwählt: Das Brautpaar in spe, Claudia Spielthoff und Patrick Noll, strahlt. Fotos: Reinhard Paul

Hanau

Auf der Hochzeitsmesse mit Claudia Spielthoff und Patrick Noll

Hanau. „Es ist so aufregend. Wie oft heiraten wir?“, fragte Claudia Spielthoff versonnen ihren Partner. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Patrick Noll ließ sich die 37-Jährige von den vielfältigen Angeboten auf der Hochzeitsmesse im Congress Park Hanau begeistern.

Von Ulrike Pongratz

Bereits um elf Uhr hatte sich das Paar im voll besetzten Paul-Hindemith-Saal von der tatsächlich einzigartigen Brautmodenschau auf die Messe einstimmen und inspirieren lassen. „Die Vorführung von Brautmode auf dem Catwalk, noch dazu im Theatersaal der Stadt – das gibt es nur in Hanau. Hier haben wir ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Stefan Bahn, der mit seiner Frau Jutta die jährlich Ende Oktober stattfindende Hochzeitsmesse mit Herz und Seele und sehr viel Liebe zum Detail vorbereitet und begleitet.

Die exklusiven Modelle für Braut und Bräutigam von über zehn Ausstellern werden von Schülern der Tanzschule Berné auf dem Catwalk perfekt vorgeführt, mit passend gestylten Frisuren und Make-up. „Wahrscheinlich wird es ein Prinzessinnenkleid werden“, meinte Claudia nach der Vorstellung auf der Bühne und fügte überraschenderweise hinzu: „Aber das Kleid hat noch keine Priorität.“

Eine Hochzeit in einem ländlichen Gebiet

Das Hochzeitspaar wird im Oktober 2020 zunächst standesamtlich heiraten. „Das wird unser Tag, nur wir beide.“ Nach der Eheschließung wollen sich die frisch Vermählten im Wellnesshotel verwöhnen lassen. Erst zwei Jahre später wird das Paar mit einer freien Trauung „groß heiraten, mit mehreren hundert Gästen“.

„Unser freier Trauredner wird uns mit einer schönen Zeremonie überraschen,“ freut sich das Paar schon jetzt. Hier auf der Messe entdeckten die beiden Hanauer bereits einige Locations, die ihren Erwartungen nahekamen: ländlich solle es liegen, mit ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten.

„Hammerschlag hält am längsten“

Sich um die Dekoration Gedanken zu machen, dafür war es eigentlich noch ein wenig zu früh, aber Claudia und Patrick hatten sich auf Bordeauxrot als Leitfarbe geeinigt. Im Oktober, so erfuhr das Paar, böten sich Rosen, Dahlien oder auch Hortensien an. Brautstrauß, Tischdeko und Autoschmuck und Bögen für eine freie Trauung könnten geliefert werden und natürlich Gefäße, Vasen, Kerzenständer passend geliehen.

Jetzt auf der Hochzeitsmesse wollten sich Claudia und Patrick vor allem über Trauringe informieren. Keine leichte Angelegenheit für das Paar, denn Claudia suchte einen Vorsteckring für ihren schmalen, edelsteinbesetzten Verlobungsring. Immerhin präsentierten neun Anbieter für Trauringe und Schmuck an diesem Tag ihre wertvollen Stücke und berieten Braut und Bräutigam ausführlich. „Hammerschlag hält am längsten“, bekam Claudia beispielsweise als Antwort, als sie nach der Empfindlichkeit unterschiedlicher Oberflächenstrukturen fragte.

Weg zum Standesamt sei wichtig gewesen

In diesem Jahr gab es keine Trennwände zwischen den Ständen, alles wirkte sehr offen und locker, so dass Claudia und Patrick ganz zwanglos plaudernd und mit großem Spaß von einem Angebot zum nächsten schlenderten.

Großes Interesse zeigte das Paar an einer Fotobox, die es bereits auf anderen Hochzeiten gesehen hatte. „Das machte den Gästen richtig Spaß, da war immer 'was los“, erinnerten sie sich. Es lockten weiterhin dreistöckige Torten mit und ohne Fondant, Eventmöbel und auch die Hochzeitskerzen sahen bezaubernd aus. Der Weg zum „Standesamt Hanau“ war wichtig, denn hier erhielt das Hochzeitspaar wertvolle Informationen über Termine und Unterlagen; und auch ein Blick auf die Auswahl an Familienbüchern konnte nicht schaden.

Eine Stretch-Limousine für den Junggesellenabschied

Als Tanzschüler bei Berné wurden Claudia und Patrick hier am Stand freundlich begrüßt, beide wollten aber noch im Erdgeschoss nach interessanten Neuigkeiten und schönen Dingen gucken. Dort lockte die lange Limousine. Stolze neun Meter misst der Luxuswagen. Die Stretch-Limousine wird natürlich nur mit einem Chauffeur vermietet.

„Echt toll“, meinten die Verlobten begeistert nach exklusivem Probesitzen in weichem Leder, „vielleicht wär das ja mal etwas für den Junggesellenabschied.“

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