Die Pagan- und Folk-Metal-Band Hávamál aus Hanau trug zur Genrevielfalt des Abends bei. Foto: Reich

Hanau

Hier zählte nur die Musik: Genremix auf „HUntergrund-Festival“

Hanau. Einmal im Jahr bietet das Jugendbildungswerk zusammen mit dem Kulturzentrum den Bands, die im Parkhaus am Frankfurter Tor proben, eine Bühne. Auf dem „9. HUntergrund-Festival der Parkhausbands“ vergangenen Samstag zeigten fünf Bands ihr Können im Jugenbildungs- und Kulturzentrum (JuBiKuz) Hans Böckler.

The Creeps from Outer Space eröffneten den Konzertabend und entpuppten sich als Jonny Hates Rock. Da sie aber zu faul gewesen seien, geschminkt auf die Bühne zu kommen – das Markenzeichen der Band – hätten sie sich für den Abend umbenannt und als Cover-Band von Jonny Hates Rock ausgegeben. Für den einen mag dies etwas skurril klingen, für eine „No-Core-Acid-Punk-Band“ ist dies aber irgendwie passend.

Trotz eher geringer Besucherzahlen am frühen Abend gaben auch Jaccid im Anschluss alles und Björn Arlt am Keyboard verblüffte die Konzertbesucher mit einem spektakulärem Solo am Theremin.

Fünf BandsBei der dritten Band des Abends, Havámál, füllte sich der Raum. Die sieben Musiker der Pagan- und Folk-Metal-Band kombinieren zarte Operntöne von Sängerin Bianca Turner mit dem brachialen, tief aus der Kehle kommenden Gesang von Jonathan J. Schulz. Neben den klassischen, elektronischen Band-Instrumenten kamen volkstümliche Instrumente wie die Balalaika und die Flöte zum Einsatz. Der eher unbekannte Musikstil fand beim Publikum viele interessierte Zuhörer.

The Companions brachten mit ihren eigenwilligen Coverversionen das Publikum vollends zum Tanzen und die Stimmung auf den Höhepunkt. Mit der Punk-Rock Band Pirates of Venus fand das Bandfestival dann seinen Abschluss.

Der ganze Konzertabend versprühte ein familäres Flair und die Verbundenheit der Parkhausbands untereinander war für alle unverkennbar. Havámál ließen zu den Liedern der Companions ihre Haare in feinster Metal-Manier kreisen, der Drummer von Jonny Hates Rock tanzte bei Jaccid in erster Reihe, Alt stand neben Jung, der Punker neben dem Covermusiker, und alle hatten Spaß an der Musik der anderen. par

 

Das könnte Sie auch interessieren