Heraeus: Umsatz und Gewinn gehen zurück - die Wende ist aber geschafft

Mit einer neuen Wachstumsstrategie will der Jan Rinnert, der Chef des Hanauer Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus, Umsatz und Erträge bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Helfen soll ein Innovationscenter, das bis Ende 2016 am Stammsitz Hanau errichtet werden soll. Mehr als 700 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in Forschung und Entwicklung investiert werden, kündigte Rinnert an. Doch aktuell trüben noch Einbußen das Bild. Vor allem wegen des Preisverfalls bei den Rohstoffen ist das Edelmetalls-Handelsvolumen auf 13,5 Milliarden Euro (minus 16 Prozent) gesunken. Analog dazu entwickelte sich der Umsatz mit den eigenen Produkten, der um 10 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zurückgegangen ist. Rechnet man den Edelmetall-Preisverfall heraus, ist der Produktumsatz tatsächlich aber um zwei Prozent gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verringerte sich dennoch um 29 Prozent auf 256 Millionen Euro. Hier wirkte sich vor allem der starke Euro aus, der allein den Konzern im Vergleich zum Vorjahr rund 50 Millionen Einbußen durch den Wechselkurs bescherte. Doch der Verkauf des Dental-Geschäftsbereichs ließ unter dem Strich den Gewinn auf 454 Millionen Euro (plus 91 Prozent) steigen. Darüber darf sich besonders Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) freuen: Die Gewerbesteuer-Überweisung des Hanauer Konzerns fällt deshalb mit 13,2 Millionen Euro um fast vier Millionen Euro höher aus als noch im Vorjahr. Mehr Infos im HANAUER vom 9. Mai.

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