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Hanaus Ex-OB Hans Martin ist gestorben

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So bleibt er den Hanauern in Erinnerung: Hans Martin, aufgenommen 2013. Archivfoto: Walzer
So bleibt er den Hanauern in Erinnerung: Hans Martin, aufgenommen 2013. Archivfoto: Walzer

Hanau. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Hans Martin Hanaus Oberbürgermeister. Claus Kaminsky würdigte ihn zu seinem 85. Geburtstag im Oktober 2015 als "herausragende Persönlichkeit". Am Sonntag ist der Sozialdemokrat Martin gestorben.

Von Yvonne Backhaus-Arnold

Schon in seinen Studienjahren stand für den Arbeitersohn aus Frankfurt-Bonames der Berufswunsch fest. Den Juristen zog es in die Kommunalverwaltung. Nach einer ersten Station in Frankfurt lockte ihn 1966 ein Angebot seiner Parteifreunde nach Hanau. Martin wurde zum Bürgermeister gewählt, arbeitete sich in der SPD-Hochburg und an der Seite des populären OB Herbert Dröse als Kämmerer und Verantwortlicher für Schule und Kultur in die Materie ein.

1972 trat er Dröses Nachfolge an. Es galt, die Gebiets- und Verwaltungsreform zu meistern. Viele Bürger fühlten sich von der Fusion überrumpelt und protestierten. Der OB zeigte sich als Pragmatiker. Sein ausgleichendes Wesen glättete emotionale Wogen.Am 9. Januar 1984 wurde Martin durch eine neu gebildete Koalition von CDU und FDP ab- und Helmut Kuhn zum neuen OB gewählt. In der Kommunalwahl 1985 änderten sich die Mehrheitsverhältnisse zu Gunsten der SPD, Martin übernahme das Amt erneut. In seiner zweiten Amtszeit wurden in mehreren Stadtteilen Bürgerhäuser eröffnet, ebenso die August-Schärttner-Großsporthalle und das Museum Schloss Steinheim.Im Juni 1994 ging Hans Martin auf eigenen Antrag in den Ruhestand. Noch im gleichen Jahr wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Nach dem Eintritt in den Ruhestand übernahm Martin noch 15 Jahre ehrenamtlich Verantwortung in der Martin-Luther-Stiftung.

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