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Ob der Stadtlauf in diesem Jahr in gewohnter Form stattfinden kann, ist unklar. Die SPD hat sich eine Alternative überlegt.

Idee der Sozialdemokraten

Wegen möglicher Absage: Hanauer Stadtlauf diesmal virtuell?

Der Hanauer Stadtlauf 2020 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ ist bislang für den 18. September geplant. Zum 19. Mal würde diese große Benefizveranstaltung zu Gunsten der Frauenhäuser in Hanau und Wächtersbach durchgeführt werden.

Angesichts der Tatsache, dass nach und nach viele der geplanten Großveranstaltungen, auch in Hanau, bis in den Spätsommer hinein abgesagt wurden, machen sich nicht nur die Veranstalter Gedanken um dieses wichtige Ereignis.

Es treibt auch die Hanauer Sozialdemokratinnen in einer Mitteilung um. In einem ersten Gedankenaustausch haben sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Cornelia Gasche, Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, die ehrenamtliche Magistratskollegin Claudia Borowski sowie Gabriele Ewald, Mitbegründerin des Stadtlaufs und Mitglied im Vorstand des Sportkreises, Gedanken gemacht.

Jetzt Energie in eine Vorbereitung zu legen, die das Risiko einer Absage berge, sei alles andere als sinnvoll. Es könne nur darum gehen, sich für dieses Jahr ein anderes Format zu überlegen, mit dem man die Starter, Firmen und Sponsoren begeistern könne.

Ziel sind möglichst viele Spendengelder

Die Idee: der Hanauer Stadtlauf könnte nicht wie sonst als Massenereignis, sondern virtuell mit Einzelstartern stattfinden. Inspiration sei das Beispiel des Mindderbys gewesen, der ausgefallen Handballbegegnung in der 3. Liga HSG Hanau gegen den TV Gelnhausen.

„Wir können uns vorstellen, an diesem Tag viele Läuferinnen und Läufer aus den Schulen, aus Unternehmen, Betriebssportgruppen, Lauftreffs und viele Einzelstarterinnen und Starter zu begrüßen. Es könnte eine digitale Anmeldung erfolgen, und am 18. September um 17 Uhr wird mit einem virtuellen Startschuss zur gleichen Zeit gemeinsam, aber dezentral gestartet. Ohne individuelle Zeitmessung, dafür aber in der Zielsetzung vereint – so viele Spendengelder wie möglich für die Frauenhäuser einzuwerben und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen Gewalt zu setzen“, heißt es in der Mitteilung.

Läufer starten an selbst gewählten Orten

Jeder und jede könne von einem selbst gewählten Ort starten. Vielleicht auch in kleinen dezentralen Gruppen, wenn es die Situation im Herbst zulässt? Kleine Videoclips, die persönliche Vorstellung des Laufwegs, könnten im Internet und begleitend auch in der regionalen Presse dargestellt werden.

Die Online-Plattform #Hanaudaheim und der Aufruf #Hanaustehtzusammen ebenso wie die Online-Plattformen des Kreises könnten hierfür eine gute Basis bieten, sind sich Gasche, Funck, Borowski und Ewald sicher. „Mit einem solchen Format sollte es gelingen, vielleicht sogar weitere Spender zu gewinnen und Start- und Sponsorengelder in ähnlicher Höhe wie in den vergangenen Jahren einzuwerben“, hoffen die Ideengeberinnen.

Hohe Symbolische Bedeutung für Hanau

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass am Ende sowohl die finanzielle Unterstützung der Frauenhäuser sichergestellt, aber auch der gemeinsame Gedanke und das gemeinsame Zeichen 'Stärke zeigen – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen' eindeutig gesetzt ist. Vor dem Hintergrund der Ereignisse vom 19. Februar hat es für uns in diesem Jahr eine noch größere, auch symbolische Bedeutung“, so die SPD.

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