+
Im Hanauer Hafen herrscht auch in Coronazeiten Betrieb. Die Umschlagsentwicklung ist positiv.

SARS-COV-2-PANDEMIE

Umschlag von Treibstoffen und Mehl steigt: Corona-Krise nutzt Hanauer Hafen

  • Christian Dauber
    vonChristian Dauber
    schließen

Den positiven Trend im Schiffs- und Bahnumschlag des vergangenen Jahres hat die städtische Hanau Hafen GmbH (HHG) auch im ersten Quartal 2020 fortsetzen können.

Darüber informiert die HHG in einer Mitteilung. 2019 erzielte die HHG rund drei Millionen Tonnen, nachdem es im Hitzesommer-Jahr 2018 wegen der Niedrigwasserstände des Rheins nur etwa 2,2 Millionen Tonnen gewesen waren. Bedingt durch die Einbrüche 2018 waren die ersten drei Monate 2019 ein Boom-Quartal.

Corona-Krise sorgt für positive Umschlagsentwicklung

Und dieses Ergebnis von 748 500 Tonnen von Januar bis März hat die städtische Hafengesellschaft jetzt fast genau wieder erreichen können. „Wir trotzen so zumindest bisher ein Stück weit der Corona-Krise, obgleich genau diese auch die Ursache für die aktuelle positive Umschlagsentwicklung ist“, wird Hafen-Geschäftsführer Ewald Desch in der Mitteilung zitiert.

„Bei den meisten Gütern, die für den Hanauer Hafen bestimmend sind, zeigt sich, dass die Logistikkette verlässlich läuft und die Versorgungssicherheit gewährleistet wird“, sagt er weiter. So steigt laut Mitteilung der Umschlag bei den Treibstoffen, obwohl die Heizperiode im Grunde vorbei ist. Die Ursache liege darin begründet, dass Endverbraucher ihre Lager wegen des derzeit niedrigen Ölpreises auffüllten.

Umschlag bei Kies, Sand und Mehl steigt

Der Umschlag bei Kies und Sand nehme zu, weil Baustellen nach dem Winter wieder aufgenommen worden seien. Beim Getreide sei der Anstieg damit zu begründen, dass mehr Mehl gekauft werde und die Mühlen Nachschub benötigten. Rückgängig seien im März die Frachtzahlen bei Futtermitteln, Erzen und Metallabfällen, Eisen und Stahl, Steinen und Erden und vor allem beim Kali. All das sei „erkennbar der Corona-bedingten Wirtschaftskrise geschuldet“.

Denn in den Monaten Januar und Februar 2020 habe sich diese Tendenz „beileibe noch nicht abgezeichnet“, so Desch. Er hofft auf eine „wirtschaftliche Stabilisierung der Umschlagszahlen im Hanauer Hafen“, wenn alle Kontaktverbote wieder aufgehoben würden und sich das tägliche Wirtschaftsleben normalisiere, heißt es abschließend in der Mitteilung der Hanau Hafen GmbH.  

Das könnte Sie auch interessieren