Ein Gemälde unter der Frankfurter Friedensbrücke zeigt die Porträts von neun Opfer der Anschläge in Hanau.
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Ein Gemälde unter der Frankfurter Friedensbrücke zeigt die Porträts von neun Opfer der Anschläge in Hanau.

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Ein Jahr nach Anschlag in Hanau: Viele offene Fragen - Angehörige der Opfer berichten in Podcast über Tat

Vor einem Jahr hat Tobias R. aus einer zutiefst rassistischen Weltanschauung heraus neun junge Leute in Hanau aus dem Leben gerissen. Doch nicht nur der Verlust der geliebten Menschen schmerzt die Angehörigen. Viele Fragen sind bis heute offen.

Hanau - Hätte die Tat in Hanau verhindert* werden können, da es im Internet klare Warnzeichen für eine Radikalisierung des Täters gab? Warum durfte der 43-Jährige, der laut Ermittlungen nach seiner Amoktour auch seine Mutter und schließlich sich selbst umbrachte, dennoch Waffen besitzen? Welche Fehler sind seitens der Polizei begangen worden? Und wie lässt sich ein solches Grauen zukünftig verhindern? Diese und viele weitere Fragen treiben nicht nur die Angehörigen um.

Tobias R. hat sich in Hanau seine Opfer gezielt ausgesucht. So berichtet ein Zeuge im eindrucksvollen Spotify-Podcast „190220“, wie der Täter ihm mit auf ihn gerichteter Waffe sekundenlang intensiv in die Augen schaute. Wohl weil diese blau sind und seine Haare hell, blieb Mustafa trotz seines Migrationshintergrundes verschont. „Er hat mich angesprochen, aber ich habe nichts gesagt. Er wollte wohl hören, ob ich Deutscher bin“, berichtet der Zeuge, der noch spürbar unter dem Geschehenen leidet. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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