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Die Entkernung des großen Flachbaus läuft. Sie ist Auftakt zum Einkaufscenter-Abbruch in Steinheim, der mehrere Monate dauern soll. 

Abrissbagger am Werk

Arbeiten auf früherem Rewe-Gelände in Steinheim haben begonnen

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Auf dem Parkplatz am früheren Rewe-Einkaufsmarkt (davor Toom) in Steinheim türmen sich große weiße und schwarze Säcke: Der Inhalt ist Abbruchmaterial, das bei der Entkernung des Flachbaus zwischen Karl-Kirstein-Straße und B 45 angefallen ist.

Von der einstigen Tankstelle sind nurmehr die Zapfsäulen übrig. Und vom nur einen Steinwurf entfernten Gebäude, in dem einst ein Getränkemarkt untergebracht war, steht lediglich noch die Hülle. Dazwischen kurvt ein Bagger und hievt die Riesensäcke hoch. Der angekündigte Abriss des Rewe-Centers hat begonnen. Es ist der Auftakt zu einem großen Wohnbauprojekt auf dem 20 000-Quadratmeter-Gelände in prominenter Lage an der Steinheimer Peripherie.

In ihrer Februar-Sitzung – es war die letzte, bevor wegen der Corona-Pandemie die Stadtverordneten-Zusammenkünfte vorerst abgesagt wurden – hatten die Parlamentarier dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 42 Karl-Kirstein-Straße zugestimmt. Somit war der Weg frei für den Abbruch des seit drei Jahren leer stehenden Gebäudekomplexes. Zerschlagene Scheiben, Brandspuren, Wasser, das tennisplatzgroß an einer Gebäudeseite stand – die Rewe-Ruine war zuletzt zum Schandfleck verkommen.

31 Reihen- und Doppelhäuser sollen entstehen

Nun hat die Zukunft des Areals begonnen. Die Abbrucharbeiten werden laut der Lechner-Group (Frankfurt), die das Gelände bebauen wird und das Vorhaben im Ortsbeirat vorgestellt hatte, etwa drei Monate dauern. Dann folgen aufwendige Erschließungs- und Lärmschutzarbeiten. Entlang der B 45 soll eine sechs Meter hohe Schallschutzwand errichtet werden. Der Lärmschutz war einer der Knackpunkte bei den jahrelangen Planungen für das Großprojekt, das deswegen in Verzug geriet.

Das Lechner-Konzept sieht vor, dass um einen großen, begrünten Quartiersplatz herum 31 Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Sie werden in einem speziellen Modulbau-Verfahren errichtet, das die Gruppe selbst entwickelt hat. Dabei werden komplett vorgefertigte Raumzellen an Ort und Stelle zusammengefügt. Der erste Bauabschnitt soll in knapp einem Jahr begonnen werden.

Im Anschluss werden zwei bis zu vierstöckige Gebäude an der Karl-Kirstein-Straße hochgezogen – mit insgesamt 47 Geschosswohnungen und einer Tiefgarage. Das gesamte Wohnquartier, das in fünf Jahren entstehen soll, besteht aus Eigentumswohnungen und -häusern.

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