Schlosspark am Schloss Philippsruhe in Hanau
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„Dem gepflegten Gesamteindruck des Parks ist die Vermüllung alles andere als zuträglich“, sagt Ordnungsdezernent Thomas Morlock.

Müll

Diskussionen um Schließung des Schlosspark in Hanau: Ordnungsdezernent meldet sich zu Wort

  • Jutta Degen-Peters
    vonJutta Degen-Peters
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Weil feiernde Jugendliche regelmäßig zu viel Müll hinterlassen, hat die Stadt Hanau entschieden, den Schlosspark nachts zu schließen. Nun reagiert der Stadtrat auf die Kritik der CDU an dieser Maßnahme.

Hanau – Die abendliche Schließung des Parks von Schloss Philippsruhe wegen nächtlicher Gruppenansammlungen und unschönen Müll-Hinterlassenschaften bewegt die Gemüter. Auf die Kritik von CDU und Junger Union an der städtischen Maßnahme reagiert jetzt Stadtrat Thomas Morlock (FDP). In einer Pressemitteilung stellt er richtig, dass die von der CDU geforderten Kontrollen bereits stattfänden – und zwar zusätzlich zu der verfügten Schließung.

Nach Meinung des Ordnungsdezernenten führt die Kritik der CDU-Fraktionsvorsitzenden Isabelle Hemsley in die Irre. Sie hatte nach Bekanntgabe der neu eingeführten Sperrzeit moniert, die Stadt habe den einfachsten und kostengünstigsten Weg gesucht, um dem Problem der Vermüllung während der Abend- und Nachtstunden zu entgehen (wir berichteten). „Dass wir den Schlosspark ab 20 Uhr für die Öffentlichkeit schließen, bedeutet doch nicht, dass wir auf Kontrollen verzichten“, betont der Ordnungsdezernent.

Stadtpolizei würde den Schlosspark in Hanau regelmäßig kontrollieren

„Die Stadtpolizei bestreift regelmäßig und immer dann, wenn es einen Anlass gibt, verstärkt sowohl uniformiert als auch in Zivil nicht nur den Schlosspark Philippsruhe, sondern auch die anderen Parkanlagen“, erklärt Morlock in seiner Pressemitteilung. Auf Anfrage konkretisiert er, dass man auch den Schlossgarten am CPH, weitere Plätze und andere öffentliche Aufenthaltsbereiche (wie die Mainufer) in allen Stadtteilen im Blick habe. Auf das Problem der Müll-Hinterlassenschaften im Schlosspark wie auch an anderen Hotspots habe die für den Park zuständige Hanau Infrastruktur Service GmbH (HIS) aufmerksam gemacht. Nach Rücksprache mit den Beschäftigten des Museums, der HIS und aus dem Ordnungsamt habe er die Schließung verfügt.

Kritik aus der Bürgerschaft sei via Mail noch nicht an ihn herangetragen worden. Wohl aber Zustimmung, die in mehreren Zuschriften geäußert worden sei. Selbstverständlich würden bei nachgewiesenen Verstößen gegen die Gefahrenabwehrverordnung oder die Abfallsatzung die entsprechenden Buß- beziehungsweise Verwarnungsgelder gegen festgestellte Verursacher verhängt.

Familien würden von der nächtlichen Schließung des Schlossparks in Hanau nicht getroffen

Dass Familien mit Kindern den Park gern nutzen, stehe außer Frage. Doch diese treffe die neue Regelung nicht, weil sie üblicherweise nicht in den Abend- oder Nachtstunden kämen.

Nicht nachvollziehen kann Morlock die Behauptung von Hemsleys, dass sich gerade Frauen in der Geborgenheit des Parks sicherer fühlten als am Mainufer: „Alle gesicherten kriminologischen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen der Präventionsarbeit zeigen, dass Frauen sich in den Abendstunden in gut einsehbaren, übersichtlichen öffentlichen Bereichen wie etwa auf den Wegen am Mainufer sicherer fühlen als in naturgemäß dicht begrünten Parkanlagen.“

Kritik an Schließung des Schlossparks Hanau: Stadt achte darauf, dass keine Angsträume entstünden

Dieser Erkenntnis werde auch im Rahmen der Innenstadtgestaltung zunehmend Rechnung getragen, wie derzeit rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche zu sehen sei, wo man bei der gärtnerischen Neuanlage darauf achte, die Entstehung von versteckten Angsträumen zu vermeiden.

Die Sommerabende zu nutzen, um den Klängen aus dem Amphitheater zu lauschen, dokumentiere ein erfreuliches Interesse an den Kulturangeboten. „Doch schon aus Solidarität mit den Kulturschaffenden darf erwartet werden, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dafür eine Eintrittskarte kaufen“, gibt der Stadtrat zu bedenken.

An die Adresse der Jungen Union Hanau/Maintal, die sich ebenfalls gegen die Parkschließung ausgesprochen hatte und mehr Angebote für Jugendliche forderte geht Morlocks fragender Hinweis, ob der JU bisher das umfangreiche städtische sommerliche Kulturprogramm entgangen sei. Denn das spreche unter dem Titel „Hanau Daheim“ gerade auch junge Menschen an.

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