Kein Durchkommen: Hanaus Jannik Ruppert (Mitte) war mit vier Treffern noch einer der besten Werfer – trotzdem reichte es am Ende nicht, um in Großsachsen etwas Zählbares zu holen. Foto: Simon Hofmann

Hanau

HSG Hanau scheitert in Großsachsen an Chancenverwertung

Handball. Die HSG Hanau ist nach der knappen 24:25-Niederlage beim TV Germania Großsachsen auf den fünften Tabellenplatz der 3. Liga Ost gerutscht. Trotz guter Moral war es die dürftige Chancenverwertung der Hanauer, die den dritten Punktgewinn in Folge verhinderte.

Von Robert Giese

Die Gäste starteten schlecht ins Spiel und lagen nach rund zehn Minuten bereits mit 3:6 hinten, was HSG-Coach Patrick Beer zu einem frühen Time-Out zwang. Danach spielte sein Team auf Augenhöhe, was auch an Torwart Can Adanir lag, der nach einer Viertelstunde in die Partie kam und laut Beer „eine starke individuelle Leistung zeigte und uns damit im Spiel hielt“.

Von Adanirs Vorderleuten konnte Beer das nicht sagen, denn diese ließen schon im ersten Durchgang eine Reihe bester Torchancen aus. „Wir haben uns zwar gute Chancen herausgespielt, diese aber nicht gut abgeschlossen“, kritisierte der HSG-Coach. Bis Spielende vergeigte sein Team neben einigen Tempo-Gegenstößen auch drei Siebenmeter. Beim Pausenpfiff waren die Gäste angesichts von nur zwei Treffern Rückstand aber weiterhin in Schlagdistanz.

Zweite HälfteDer Start in die zweite Hälfte verlief für die HSG ähnlich holprig wie der in die erste Halbzeit, denn nach einem 0:4-Lauf war der Rückstand der Hanauer plötzlich auf sechs Treffer angewachsen.

Beer stellte seine Abwehr auf eine 3:2:1-Deckung um und wollte damit Großsachsens Torjäger Jan Triebskorn besser in den Griff bekommen. Das gelang jedoch trotz der offensiveren Deckung zunächst nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Hausherren immer noch komfortabel mit fünf Treffern in Front.

Am DrückerDann ließ der HSG-Coach Triebskorn in Manndeckung nehmen – diese Maßnahme fruchtete schließlich. „Damit brach ihr Offensivkonzept zusammen“, so Beer, der sich im Nachhinein ärgerte, diese Maßnahme nicht schon früher ergriffen zu haben.

Sein Team war fortan am Drücker und verkürzte binnen fünf Minuten auf nur noch zwei Tore Rückstand, kurz vor Schluss erzielte Hannes Geist sogar den Anschluss zum 24:25.

Schlechte ChancenverwertungDie Chance zum Ausgleich bot sich den Gästen jedoch nicht mehr, denn die Unparteiischen ließen Großsachsen die verbleibende Zeit unbehelligt herunterspielen. „Da hätte ich mir gewünscht, dass sie das Zeitspiel konsequenter pfeifen“, ärgerte sich Beer, stellte aber zugleich klar, dass sein Team einen möglichen Punktgewinn bereits vorher durch die schlechte Chancenverwertung verspielt habe.

Trotz der knappen Niederlage war der HSG-Coach jedoch nicht unzufrieden: „Wir haben heute bis zum Schluss gekämpft und an uns geglaubt und damit eine tolle Moral bewiesen – das war bei unseren Auswärtsspielen in dieser Saison ja nicht immer so.“

HSG Hanau: Can Adanir, Sebastian Schermuly – Maximilian Bergold (2), Kai Best (5/1), Marius Brüggemann, Björn Christoffel (1), Hannes Geist (3), Lucas Lorenz (1), Patrick Pareigis (2), Yaron Pillmann (2), Philipp Reuter (1), Jan-Eric Ritter (2/2), Jannik Ruppert (4), Marc Strohl (1). – Schiedsrichter: Bernhardt/Zick – Siebenmeter:TVGG 6/3, HSG 6/3 – Zeitstrafen:TVGG 7, HSG 3 – Zuschauer:400

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