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Die Gustav-Hoch-Straße ist seit Dienstagmorgen gesperrt.

Vollsperrung bis zum 17. April

Gustav-Hoch-Straße in Hanau gesperrt: Sanierung kostet 100 000 Euro

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Seit Dienstag um 7 Uhr ist die Gustav-Hoch-Straße vom Beethovenplatz bis zur Rosenau für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dafür haben Autofahrer auf der Frankfurter Landstraße zwischen der Kreuzung Kastanienallee und Bachstraße im Musikerviertel wieder freie Fahrt.

Wer regelmäßig auf der Gustav-Hoch-Straße unterwegs war, dem ist aufgefallen, dass die Straße durch den Verkehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist. An vielen Stellen – vor allem im Bereich von Schachtdeckeln – ist der Asphalt gebrochen, Löcher in der Fahrbahn tun sich auf, weshalb die Stadt eine Sanierung der Hauptverkehrsader in Richtung Innenstadt beschlossen und eine Vollsperrung bis zum 17. April angeordnet hatte.

Stadtrat Thomas Morlock bezeichnet die Sanierung auch als Entgegenkommen für die Bürger im Musikerviertel, weil dadurch „der Straßenlärm ohne klappernde Schachtdeckel und mit neuem Asphalt erträglicher wird, zumal während der langen Sperrung der Frankfurter Landstraße infolge des Baus der Bahnunterführung durch die Umleitung viel mehr Verkehr über die Gustav-Hoch-Straße geflossen ist als sonst.“ 

Frankfurter Landstraße bis Juni wieder befahrbar

Zunächst wird dieser Verkehr aber wieder die Frankfurter Landstraße benutzen können, denn dort sind die im Vorfeld des Bau der Nordmainischen S-Bahn notwendigen Arbeiten zum Teil abgeschlossen. Allerdings ist während des nun folgenden Kanalbaus, der nach Ostern beginnt, eine weitere Vollsperrung der Frankfurter Landstraße voraussichtlich vom 3. bis 30. Juni nötig. Bis Anfang Juni findet der Kanalbau noch in der Nähe der Otto-Hahn-Schule statt, was die Frankfurter Landstraße nicht tangiert, heißt es von der Stadt.

Perspektivisch beginnt die langwierige Sperrung der Frankfurter Landstraße, bedingt durch die Errichtung des Überführungsbauwerks und des Trogs, nach derzeitigem Stand Anfang September 2020 und wird bis etwa Juli/August 2023 andauern. Während der Sperrung der Gustav-Hoch-Straße wird es eine großräumige Umleitung für den Verkehr aus und in Richtung Westen über Maintaler Straße und Bruchköbeler Landstraße geben. Gebaut wird abschnittsweise von Kreuzung zu Kreuzung, Anlieger können also weitgehend ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen.

Keine Einschränkungen für Fußgänger

Der Fußgängerverkehr wird durch den Straßenbau nicht beeinträchtigt. Die Regional- und Stadtbusse aus und in Richtung Wilhelmsbad und Kesselstadt verkehren während der Bauzeit über Bruckner-, Richard-Wagner- und Kattenstraße. In diesem Bereich ist das Parken während der Baustelle verboten, die Beschilderung wurde bereits vergangene Woche aufgestellt. Damit soll gewährleistet werden, dass Rettungsdienste und Busse mit entsprechenden Abbiegeradien ungehindert diese Straßen passieren können.

Für die entfallenden Haltestellen Rosenau, Händelstraße und Beethovenplatz sind auf der Busumleitungsstrecke jeweils Ersatzhaltestellen eingerichtet: in der Kattenstraße nahe Rosenau, in der Richard-Wagner-Straße in Höhe Millöckerweg und in der Brucknerstraße in der Nähe des Beethovenplatzes. Die Anlieger der betroffenen Umleitungsstraßen, die bis zum 17. April ihre Fahrzeuge dort nicht mehr abstellen können, dürfen in dieser Zeit den Parkplatz der Beruflichen Schulen benutzen, teilte die Stadt mit. Damit kommen die Verantwortlichen der Anregung eines Anliegers nach, der diese Lösung vorgeschlagen hatte.

Verkehrssituation wird verbessert

Im Zuge der Baumaßnahmen in der Gustav-Hoch-Straße ist bereits der Fußgängerüberweg in der Kastanienallee in Richtung Bahnüberführung verlegt worden. Diese Maßnahme diene dazu, die „Verkehrssituation für die Menschen im Musikerviertel auch im Fuß- und Radverkehr zu verbessern. Das erleichtert Kindern das Passieren der Straße auf dem Schul- oder Spielplatzweg“, betonte Stadtrat Thomas Morlock in einer Mitteilung.

„Mit diesem Auftrag unterstützen wir heimische Bau- unternehmen und ihre Mitarbeiter in dieser für sie so schwierigen Corona-Krise“, stellte Morlock fest. Der städtische Eigenbetrieb HIS in- vestiere rund 100 000 Euro in die Straßensanierung, so der Stadtrat.

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