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Der neue Sportcampus soll die marode Jahnhalle ersetzen: Für 11,75 Millionen Euro plant die Turngemeinde diesen Neubau auf der Jula-Hof-Sportanlage.

Baubeginn im zweiten Halbjahr 2020

Magistrat schafft Planungsrecht: Neue Sporthalle der TG Hanau kann gebaut werden

Der Magistrat hat laut Mitteilung kürzlich per Satzungsbeschluss das Planungsrecht zum Bau einer Sporthalle der Turngemeinde Hanau (TGH) im Stadtteil Lamboy/Tümpelgarten geschaffen.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses (der gemäß Paragraf 51 a HGO die Stadtverordnetenversammlung im Moment ersetzt) kann die TGH damit ihr Projekt einer neuen Sporthalle auf dem Gelände der Jula-Hof-Sportanlage vorantreiben.

Ersatz für die Jahnhalle

Die Halle dient wie berichtet als Ersatz für die Jahnhalle in der Innenstadt. Nach einer vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement in Abstimmung mit der TGH vorgenommenen baulichen Untersuchung würden die Kosten einer grundhaften Sanierung der Jahnhalle in keinem vertretbaren Verhältnis zu den dadurch zu erzielenden Nutzungsmöglichkeiten stehen.

Für den Bau der Sporthalle werden rund 11 000 Quadratmeter der Jula-Hof-Sportanlage beansprucht. Um darüber hinaus das Freigelände umzustrukturieren, ist laut Stadt kein Bebauungsplan nötig. Die Festsetzungen der Hallengröße hat die Stadt Hanau eng mit der TGH abgestimmt.

Keine Baumfällungen auf dem Gelände

Die neue Sportstätte darf demnach eine Grundfläche von höchstens 2700 Quadratmetern haben. Sie darf im nördlichen Baufenster maximal 10,50 Meter hoch sein und im südlichen bis zu 14,50 Meter. Damit ist im Südteil ein weiteres Obergeschoss möglich. Die Autoparkplätze sind zwischen Sporthalle und Philipp-August-Schleißner-Weg vorgesehen. Die Bäume auf dem Gelände der Sportanlage bleiben erhalten.

Im Beteiligungsverfahren befasste sich das Stadtplanungsamt um Bürgerfragen nach der Lage der Sporthalle im Kinzig-Überschwemmungsgebiet und Auswirkungen daraus auf angrenzende Wohnhäuser sowie nach der künftigen Gastronomie der TGH dort. Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren gemäß Baugesetzbuch aufgestellt – ohne Umweltprüfung und Umweltbericht, da dies wegen der geringen Auswirkungen des Planvorhabens nicht erforderlich sei. Im Bebauungsplan ist ein begrüntes Hallendach vorgesehen, die das Flächenversiegeln durch den Hallenbau ausgleichen soll.

Neubau kostet fast elf Millionen Euro

Baubeginn für den neuen Sportcampus soll im zweiten Halbjahr 2020 sein. Das Gebäude soll ab dem Winterhalbjahr 2022 für den Vereins- und Schulsport genutzt werden können, hieß es zuletzt. Die TGH tritt als Bauherr und Eigentümer auf. Mit der Planung ist eine 15-köpfige Projektgruppe betraut.

Für den Neubau der Halle werden 10,6 Millionen Euro veranschlagt, außerdem soll die Außenanlage am Philipp-August-Schleißner-Weg neu gestaltet werden. Die Stadt Hanau unterstützt das Vorhaben der Turngemeinde mit 1,5 Millionen Euro und sichert eine Bürgschaft bis zu einer Höhe von zehn Millionen Euro zu. Der Kreis steuert 925 000 Euro bei, das Land Hessen 200 000 Euro.

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