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Die Stadt Hanau hat nach dem Verbot von Hamsterkäufen eine erste positive Bilanz gezogen.

Corona-Krise

Verbot von Hamsterkäufen: Erste Bilanz positiv - Stadt stellt Bescheinigungen für Einkaufshelfer aus

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 „Die Maßnahmen haben gegriffen.“ So lautet die erste Bilanz von Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum Verbot der Hamsterkäufe in Hanau.

Die Stadt hatte am Sonntag per Allgemeinverfügung geregelt, dass Supermärkte dafür Sorge zu tragen haben, dass die Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang verkauft werden. „Unser Eindruck ist: Die Einzelhändler haben darauf reagiert und sich für die neue Situation aufgestellt“, so Kaminsky.

Handelsketten wurden frühzeitig benachrichtigt

Dabei habe es sich ausgezahlt, dass die Stadt die großen Handelsketten bereits am Sonntag über die geplanten Beschränkungen in Kenntnis gesetzt habe. Das Ordnungsamt kontrollierte die Einhaltung der Maßnahmen am Montag intensiv. Bis zum frühen Nachmittag wurden rund 80 Geschäfte aufgesucht. Ergebnis: Mehr als die Hälfte hatte sich auf die neuen Regelungen bereits eingestellt und kontrollierte den Zugang sowie das Einkaufsverhalten der Kunden.

 „Bei den wenigen gab es nur kleinere Beanstandungen, vor allem fehlende Aushänge“, berichtete Thorsten Wünschmann, Leiter der Ordnungsbehörde. Die betroffenen Geschäfte hätten im Laufe des Montags aber weitgehend nachgebessert. „Dass die Regale an der einen oder anderen Stelle trotzdem leer gewesen sind, ist dem Umstand geschuldet, dass die Supermärkte und Drogerien leichte Lieferprobleme haben“, sagte Kaminsky.

Einkauf mit Kinderwagen weiter möglich

Die Stadt Hanau hat über die Allgemeinverfügung nicht nur die Abgabemengen geregelt, sondern im Sinne des Kontaktverbots auch die Zahl der Besucher begrenzt. Die erlaubte Maximalzahl richtet sich nach der Verkaufsfläche. 

Um eine Überschreitung der Höchstzahl zu vermeiden, regelt die Allgemeinverfügung auch, dass an dem jeweiligen Markt nur so viele Einkaufswagen zur Verfügung stehen dürfen, wie Besucher gleichzeitig im Gebäude sein dürfen. "Das bedeutet aber nicht, dass jeder einen Einkaufswagen mitnehmen muss – selbstverständlich muss der Einkauf auch mit einem Kinderwagen möglich sein", appellierte Kaminsky an die Händler.

Einkaufsbescheinigung für Nachbarn oder Familienmitglieder

Auch bei den Bürgern kam die neue Regelung gut an. Auf besorgte Nachfragen, ob das Miteinkaufen für hilfsbedürftige Nachbarn oder Familienmitglieder nun nicht mehr möglich sei, reagierte die Stadt prompt: Beim Bürgerservice kann man sich eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen, telefonisch unter 06181/295-8135 oder 06181/295-640 (montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr) beziehungsweise per E-Mail an buergerservice@hanau.de.

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