Die Arbeiten in der Hahnenstraße schreiten voran.
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Die Arbeiten in der Hahnenstraße schreiten voran.

Stadtentwicklung

In der Hahnenstraße geht es voran: Rohbau für zwölf Wohnhäuser hat begonnen - 32 Sozialwohnungen geplant

  • vonReinhold Schlitt
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Hanau – Auf dem Areal Hahnenstraße/Französische Allee/Gärtnerstraße und Karl-Röttelberg-Straße schreitet der Rohbau für insgesamt 156 Wohnungen voran.

Im vergangenen Jahr wurden dort 98 Wohnungen in mehreren Wohnblocks aus der Nachkriegszeit abgerissen (wir berichteten). 32 der neuen Wohnungen werden als Sozialwohnungen vermietet. An den Baukosten dafür beteiligen sich das Land Hessen mit 700 000 Euro und die Stadt Hanau mit 320 000 Euro, wie das Hessische Wirtschaftsministerium in der vergangenen Woche mitteilte.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten werden mit 42 Millionen Euro beziffert.

Bauherr des künftigen „Quartiers Hahnenstraße“ ist die überwiegend landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH). Die Neubauarbeiten kommen offenbar gut voran. „Derzeit befinden wir uns im Rohbau. Wir rechnen mit einer Fertigstellung Mitte 2022“, heißt es auf Nachfrage des HANAUER ANZEIGER aus der Pressestelle der NH.

Grundflächen der Wohnungen sollen zwischen 45 und 205 Quadratmeter betragen

Gegenüber früheren Angaben der Wohnungsbaugesellschaft wäre das eine Verzögerung um rund ein halbes Jahr. An den sonstigen Planungen hat sich aber offenbar nichts geändert. Die neuen Wohnungen sollen auf zwölf, meist zusammenhängend an den Straßen angeordnete Gebäude aufgeteilt werden. Fachleute sprechen hier von einer sogenannten Blockrandbebauung.

Dadurch entsteht im Inneren des Areals eine Freifläche mit Grünflächen und einem Kinderspielplatz für die künftigen Wohnungsmieter. 139 der künftigen Wohnungen werden zwei beziehungsweise drei Zimmer umfassen, 17 hingegen nur ein Zimmer. Die Wohnungsgrundflächen betragen laut NH je nach Zimmeranzahl zwischen 45 bis 105 Quadratmeter.

So sollen die Häuser an der Hahnenstraße aussehen, wenn sie fertig sind.

Die neuen Gebäude an der Hahnenstraße werden laut Planung vier Geschosse haben, während die an der Karl-Röttelberg- und Gärtnerstraße entstehenden Häuser dreigeschossig ausfallen.

Die Gesamtwohnfläche wird sich durch die Neubauten mehr als verdoppeln. Sie betrug bei den abgerissenen Wohnungen 4670 Quadratmeter, künftig jedoch 10 500 Quadratmeter.

Insgesamt sind 162 Parkplätze geplant

Die Anfangshöchstmiete für die 32 öffentlich geförderten Neubauwohnungen wird mit 6,63 Euro je Quadratmeter (kalt) veranschlagt, im freifinanzierten Bereich hingegen beträgt sie „zwischen neun und elf Euro“ je Quadratmeter, wie die Pressestelle der NH bereits im letzten Jahr mitteilte. In den abgerissenen Wohnungen zahlten die Mieter (zumindest in der Hahnenstraße) hingegen kaum mehr als fünf Euro je Quadratmeter. Allerdings waren der Wohnkomfort und der Bauzustand damals vergleichsweise niedrig beziehungsweise schlecht.

Für die geplanten 162 Pkw-Stellflächen werden große Teile der zu bebauenden Fläche unterkellert. Die separate Zu- und Abfahrt soll in der Karl-Röttelberg-Straße entstehen, Fahrradstellplätze sind in separaten Räumen der künftigen Tiefgarage und auf Freiflächen vorgesehen.

Im Neubaubereich sind auch drei Gewerbeflächen mit zusammen rund 370 Quadratmetern geplant. Zwei dieser Flächen werden laut Plan im Erdgeschoss des Kopfbaus zur Steinheimer Straße (früher Hahnenstraße 23) errichtet, eine weitere an einem künftigen Durchgang zum Lichtspieltheater Kinopolis. Die Stadt Hanau legt allerdings Wert darauf, dass hier durch die Gewerbeflächen keine erhöhte Verkehrsfrequenz entsteht.

Mit dem Abschluss ihrer Bauarbeiten im künftigen „Quartier Hahnenstraße“ wird die NH in Hanau insgesamt 1807 Wohnungen in ihrem Bestand haben (Stand 2019).

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