Die Eintrittspreise für die Frei- und Hallenbäder (im Bild das Heinrich-Fischer-Bad) werden zum 1. Februar um fünf Prozent angehoben. Archivfoto: Bender

Hanau

Hanau hebt Eintrittspreise für Schwimmbäder an

Hanau. Die Hanau Bäder GmbH erhöht zum 1. Februar die Eintrittspreise für die beiden städtischen Schwimmbäder. „Wir sind gezwungen die Anpassungen für Energiepreise, Materialaufwand und Personalkosten auf diese Weise aufzufangen“, so Bürgermeister Axel Weiss-Thiel als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft laut Mitteilung.

Zugleich sei der Defizitausgleich durch die städtische BeteiligungsHolding Hanau weiterhin auf jährlich drei Millionen Euro begrenzt, um den Fortbestand der beiden Bäder und der Sauna in städtischer Trägerschaft zu sichern.

Die Einzelkarten für die Schwimmbecken kosten laut Mitteilung vom 1. Februar an 4,30 statt bisher 4,10 Euro für Erwachsene. Für Kinder passt sich der Eintrittspreis von 2,30 auf 2,50 Euro an. Der Abendtarif im Sommer ab 17 Uhr und im Winter ab 19 Uhr beträgt künftig 2,70 für Erwachsene und 1,30 Euro für Kinder. Familienkarten werden im Preis ebenfalls angepasst. So kostet beispielsweise ein Ticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder nicht mehr 11,20 Euro, sondern 11,80 Euro.

Ab 1. Februar im Internet hinterlegtAuch für Mehrfach-, Jahres- und Sommerkarten passt die Hanau Bäder GmbH die Preise an. In der Sauna beträgt der Erwachsenen-Tagespreis im Sommer 14 statt bisher 13 Euro, im Winter 18 statt 17 Euro. Die ein Jahr lang buchbare Flatrate „all day at any time“ steigt von 35 auf 37 Euro monatlich. Alle neuen, vom Aufsichtsrat genehmigten Eintrittspreise sind zum 1. Februar unter www.hanau-baeder.de im Internet hinterlegt.

Geschäftsführer Uwe Weier kommt bei einem Preisvergleich zum Ergebnis, dass Hanaus Bäder im Vergleich zu umliegenden Mitbewerbern „gut im Mittelfeld liegt“. Danach liegt der Einzelpreis von 4,30 Euro sogar unter dem Durchschnitt von 4,48 Euro der verglichenen Bäder von Frankfurt bis Bad Orb. Er verweist darauf, dass die Mitbewerber „im Schnitt alle zwei Jahre ihre Preise anpassen“. Auch das sei für die städtische Bädergesellschaft in Hanau eine „Richtschnur“.

ZahlenwerkDie Hanau Bäder GmbH verzeichnete 2017 rund 274 000 Badegäste und rund 17 000 Saunagäste. Während die Zahl der Saunierenden im Heinrich-Fischer-Bad im Vergleich zu 2016 um drei Prozent zunahm, sank die Zahl der Beckenbesucher um vier Prozent im Heinrich-Fischer-Bad und um sechs Prozent im Lindenau-Bad. „Dieser Rückgang ist eindeutig auf den weithin verregneten Sommer zurückzuführen“, so Weier.

Bürgermeister Weiss-Thiel hebt weitere Zahlen hervor: Mehr als 35 000 Badegäste seien 2017 junge Menschen aus Schulen gewesen. Weitere 22 000 seien trainierende Mitglieder von Schwimmvereinen gewesen. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr öffentliche Bäder schlössen und damit die Chance zum Schwimmen lernen sinke, sei es „umso wichtiger, unsere beiden Bäder in kommunaler Hand zu haben“. Das wiederum koste seinen Preis, erklärt Weiss-Thiel abschließend laut Mitteilung.

Defizitärer BetriebHanau hatte 2012 ein neues Tarifsystem fürs Schwimmen und Saunieren im Heinrich-Fischer-Bad in der Innenstadt sowie im Lindenaubad in Großauheim vorgestellt. Das differenzierte Preissystem nahm Abschied vom Schema Einzelticket, Zehnerkarte, Jahreskarte. Seitdem gibt es Tarife für Frühschwimmer, Abendgäste und Familien. Der Preis von Einzelkarten stieg damals um 25 Prozent, jener von Jahreskarten um bis zu 80 Prozent. Seit jeher ist der Betrieb der städtischen Bäder defizitär. Die steigenden Kosten versucht die Stadt, mit Preiserhöhungen aufzufangen.

Zuletzt hatten Schwimmbadbesucher verkürzte Öffnungszeiten der Freibäder verkraften müssen. Diese machen seit Mai morgens erst später auf und abends früher zu. Die Öffnungszeiten der Schwimmhallen sind davon unberührt. cd

Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind auf www.hanau-baeder.de zu finden.

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