1. Startseite
  2. Hanau

Häuser statt Schrebergärten

Erstellt:

Hanau - Einfamilienhäuser statt Schrebergärten: Das geplante Neubaugebiet in Nachbarschaft zum Fachmarktzentrum „Kinzigbogen“ soll deutlich größer ausfallen als ursprünglich geplant. Statt rund 70 Wohneinheiten sollen dort nun 146 Einfamilienhäuser entstehen. Von Dirk Iding

Möglich wird dies durch eine Umwidmung von Gelände, das ursprünglich zum Teil für Kleingärten vorgesehen war. Da dafür aber kein Bedarf bestehe, stimmte der Magistrat gestern der Planänderung zu. Die soll nun im beschleunigten Verfahren auch von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.

Die Deutsche Reihenhaus AG, die bereits den Wohnpark „Brüder- Grimm“ mit 47 Reihenhäusern auf dem Gelände der ehemaligen Bereitschaftspolizeikaserne an der Cranachstraße realisiert hat, zeichnet auch für das Wohnbauprojekt am „Kinzigbogen“ verantwortlich. Auch dort sind die Hauptzielgruppe junge Familien, die bezahlbaren Wohnraum suchten. Und der Bedarf ist offensichtlich so groß, dass der Investor über die bisherige Fläche hinaus ein rund 2,3 Hektar großes Areal nördlich der Schwarzenbergstraße zusätzlich bebauen will. Insgesamt will die Deutsche Reihenhaus AG 25 Millionen Euro in den Bau der 146 Häuser investieren. „Das neue Projekt ist ein weiterer Baustein, um unsere starke Position als Oberzentrum innerhalb der Rhein-Main-Region auszubauen“, meint Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Achim Behn von der Deutschen Reihenhaus AG ist nach den Erfahrung mit der zügigen Vermarktung der Reihenhäuser im Wohnpark „Brüder Grimm“ zuversichtlich, auch ausreichend Interessenten für die Häuser in Nachbarschaft zum Fachmarktzentrum „Kinzigbogen“ zu finden, dessen Bau rasch vorankommt. Neben jungen Familien seien auch Singles und Paare der „Generation 50plus“ an den Häusern interessiert. Behn lobte das „beeindruckende Tempo“, mit dem alle Beteiligten an dem Projekt arbeiteten. Baustart für den Wohnpark soll nach dem Vorstellungen des Investors in der zweiten Jahreshälfte sein.

Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold (FDP) sieht in dem neuen Wohngebiet eine „ideale Ergänzung zu der gesamten Erschließung des Quartiers am Gleisbauhof, der jahrzehntelang als Industriebrache „eine wenig attraktive Wirkung entfaltet hat“. Eine Investition in dieser Größenordnung sei auch ein „Kompliment an unsere Stadt“.

Auch interessant