Stolz präsentiert Barbara ihre Mille-Feuile. Doch kommt die auch gut an? Foto: SAT.1/Claudius Pflug

Hanau

"Das große Backen": Barbara Horch ist weiter mittendrin

Hanau. Die Hälfte ist geschafft bei „Das große Backen“. Mittendrin ist noch immer die Hanauerin Barbara Horch. Diese beweist auch in dieser Woche wieder ihr künstlerisches Geschick, indem sie tierisches Meisterwerk zaubert.

Von Jan Max Gepperth

Die erste Aufgabe in dieser Woche steht unter dem Zeichen „Mille-Feuille“. Dieses französische Gebäck, das wörtlich mit „Tausend Blättern“ übersetzt werden kann, besteht aus aufgeschichtetem Blätterteig mit einer Creme. Die Kandidaten sollen hierbei drei gleichgroße Exemplare präsentieren. Hierfür haben sie drei Stunden Zeit.

Barbara tauft ihr Kunstwerk „Blattwerke“ und füllt den Blätterteig mit Kurkuma-Limetten-Buttercreme und einem Ananas-Gelee. Garniert werden soll das Gebäck mit einer Ananas-Rose. Das bedeutet, dass sie frische Ananas-Stücke in Form einer Rose drapiert. Letzteres hat leider aus Zeitgründen nicht geklappt.

Probleme beim Blätterteig

Christian Hümbs kritisiert das Aussehen des Blätterteigs. „Es erinnert doch eher an Biskuit“, meint der Patissier. Auch beim Anschnitt weist Hümbs auf die fehlende Blätterung des Teiges hin. Bettina Schliephake-Burchardt findet die Idee mit der Ananas-Blume sehr niedlich. „Aber da warst du vermutlich auch an einem Punkt, wo du schauen musstest, wo die Zeit geblieben ist.“ Geschmacklich kann Barbara mit ihrem Gebäck auch nicht ganz überzeugen. „So an sich muss ich sagen, dass mir zumindest die Creme von den Gewürzen und der Zusammensetzung zu kräftig“, kritisiert der Patissier. „Mir persönlich ist es etwas zu sauer“, meint auch die Tortendekorateurin.

Wie jede Woche ist die zweite Aufgabe die „Technische Prüfung“. Hierbei bekommen die Kandidaten alle ein Rezept vorgegeben, das sie in der vorgegebenen Zeit so exakt wie möglich nachbacken sollen. In dieser Woche handelt es sich bei diesem Rezept um Baumkuchenwürfel. Diese sollen 10x10x10 Zentimeter groß sein. Als Thema soll die Dekoration sehr herbstlich gestaltet werden. Für diese Aufgabe haben die Kandidaten zwei Stunden Zeit.

Platz eins bei der technischen Prüfung

Die Dekoration von Barbaras Würfel, die zu Ranken, Blättern und Eicheln modelliert wurde, lobt Bettina Schliephake-Burchardt ausdrücklich. Geschmacklich kann der Kuchen auch überzeugen. „Da ist innendrin alles, wie ich es mir vorgestellt habe und wie ich Baumkuchen kenne“, stellt Hümbs fest. „Und richtig schön saftig ist er“, fügt die Tortendekorateurin hinzu. Kein Wunder, dass Barbara in dieser Woche hier den ersten Platz in der Bewertung belegt. „Ich bin total begeistert“, verkündet sie stolz.

Mit viel Motivation geht die Hanauerin also in die dritte Aufgabe dieser Woche. Hier stehen die Kandidaten vor der Herausforderung einen Brushstroke Cake zu backen. Wörtlich übersetzt heißt das so viel wie „Pinselstrich-Kuchen“. Diese Pinselstriche können aus temperierter Schokolade, Candy Melts (eine an Schokolade erinnernde Masse) oder Isomalt (eine Art Zuckerersatz, der jedoch Textur verleihen kann) sein. Die Kunstwerke der Kandidaten sollen hierbei eine Höhe von 20 Zentimetern erreichen. Als Zeitvorgabe für diese Aufgabe sind fünf Stunden vorgegeben.

Ein schöner Schwan

„Mein lieber Schwan“. So heißt Barbaras Kuchen, den sie backen möchte. Der Leib des Schwans besteht aus Mohnbiskuit mit einer Ganache (Überzug aus Kuvertüre und Rahm) aus Weißer Schokolade. Dieser wird mit Heidelbeer-Buttercreme und frischen Beeren garniert. Der Hals und der Kopf des Schwans sollen aus Blütenpaste geformt werden. Das Gefieder modelliert Barbara mit Candy Melts.

"Das Motiv ist natürlich ein Hingucker", stellt Bettina Schliephake-Burchardt begeistert fest, "für genau solche Motive ist diese Technik eigentlich auch gemacht." Beim Anschnitt des Kunstwerkes lobt die Tortendekorateurin zwar Barbaras gleichmäßige Arbeitsweise, bemerkt aber auch, dass die Kanten des einen Tortenbodens sehr dunkel gebacken wurden. Auch Christian Hümbs ist von der Optik sehr angetan. Geschmacklich hält sich seine Begeisterung in Grenzen. So beschreibt er den Geschmack als "sehr einfach. Und einfach noch nicht diese Spannung von innen." Schliephake-Burchardt gibt zum Schluss zu Bedenken: "Hör auf uns. Deine Mitstreiter schlafen nicht. Und die legen hier eine ganz hohe Messlatte an."

Julien muss gehen

Diesen Rat wird sich Barbara in der nächsten Woche gewiss zu Herzen nehmen, denn sie darf weiter darum kämpfen, den goldenen Cupcake mit nach Hause zu nehmen. Dafür muss der Schweizer Julien die Sendung verlassen. Grund zur Freude hatte auch Susanne, denn sie verteidigt ihren Titel als Bäckerin der Woche.

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