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Wer ohne Maske im ÖPNV oder in Geschäften unterwegs ist, braucht ein ärztliches Attest.

SARS-COV-2-PANDEMIE

Jetzt doch: Bescheinigung reicht zur Befreiung von der Maskenpflicht aus

Bundesweit herrscht seit Montag Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Ausgenommen von der Pflicht sind Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen können oder dürfen. Zuletzt herrschte Verwirrung darüber, wie das nachgewiesen werden soll.

Update 28. April, 18.23 Uhr: 

Zunächst hatte die Stadt Hanau darauf aufmerksam gemacht, dass künftig ein ärztliches Attest benötigt wird, um ohne Maske einzukaufen oder den ÖPNV zu benutzen. Jetzt teilte die Stadt mit, dass die von ihr ausgestellten Bescheinigungen doch ausreichen. Laut Pressemitteilung der Stadt Hanau hatte Landrat Thorsten Stolz die Bürgermeister des Main-Kinzig-Kreises ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ausschließlich ärztliche Atteste von der Maskenpflicht befreien dürften und andere Bescheinigungen nicht anerkannt werden könnten.

Auf Nachfrage beim Sozialministerium erhielt die Stadt laut Mitteilung die Antwort, "dass eine großzügige Auslegung der Regelung im Sinne der Verordnung ist". Schwerbehindertenausweise oder Atteste für Menschen mit Behinderungen würden daher kein probates Mittel eines Nachweises darstellen. Städtische Dokumente könnten im Alltag beispielsweise bei Security Personal an Supermärkten "eine pragmatische Lösung darstellen, sofern sie allen bekannt und zugänglich sind und keine zusätzlichen Barrieren zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen darstellen".

Erstmeldung 28. April 10.43 Uhr:

Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen kann oder darf, muss zukünftig ein Attest nachweisen. Darauf macht die Stadt Hanau aufmerksam.

Bisher hatte die Stadt eine entsprechende Bescheinigung zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt, dies sei infolge einer veränderten Rechtslage nicht länger möglich, hieß es. Notwendig ist jetzt ein ärztliches Attest. 

Die Stadt habe alle Hanauer Ärzte angeschrieben mit der Bitte, die jetzt von ihnen auszustellende Bescheinigung den Betroffenen schnell zur Verfügung zu stellen. Seit Montag wird die in Hanau bereits vor einer Woche eingeführte Maskenpflicht von der Stadtpolizei überprüft.

Bei Kontrollen würden vorläufig auch die von der Stadt ausgegebenen Bescheinigungen akzeptiert. Trotzdem sollte sich jeder, der eine solche Befreiung benötigt, umgehend darum kümmern, ein Attest vom Arzt zu erhalten, denn andernorts würden nur diese anerkannt, so Thorsten Wünschmann, Leiter des Hanauer Ordnungsamtes.

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