Hanau

Friedrich-Ebert-Schule plant Anbau im Sommer

Klein-Auheim. Die Nachmittagsbetreuung an der Friedrich-Ebert-Schule soll ausgeweitet werden. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, benötigt die Schule einen Anbau. Über die entsprechenden Pläne und den bevorstehenden Start der Baumaßnahmen wurde nun der Ortsbeirat informiert.

Von Per Bergmann

Jan Schmidt von Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) erläuterte die Pläne für den Anbau, der die räumlichen Bedingungen für die Nachmittagsbetreuung der Grundschule an der Schillerstraße schaffen soll. Insgesamt 3,2 Millionen Euro werde die Erweiterung kosten. Die Stadt reagiere damit auf den gestiegenen Bedarf in diesem Bereich. Die Standortanalysen von IBM im Vorfeld hätten ergeben, dass dieser aktuell bei 75 Nachmittagsbetreuungsplätzen liege.

Zweigeschossiger Bau mit 715 Quadratmetern

Vorschläge, die wenige Minuten Fußweg entfernte, ehemalige Verwaltungsstelle für die Nachmittagsbetreuung herzurichten, „wurden seitens der Schulgemeinde verworfen“, berichtete Schmidt. Stattdessen wünschte sich die Schule zusätzliche Räumlichkeiten auf dem Schulgrundstück. Diesem Wunsch kommt die Stadt nach und plant zunächst, neben zwei Lagerräumen auch die angrenzende eingeschossige Toilettenanlage abzubrechen.

Auf der daraus resultierenden Grundfläche soll ein zweigeschossiger Erweiterungsbau „mit einer Nettogrundfläche von rund 715 Quadratmetern“ entstehen. Der Plan sieht vor, dass die neuen Toiletten auch in den Abendstunden von den Sportlern im Turnhallentrakt benutzt werden können. Im Erdgeschoss sei neben einem Gruppenraum eine multifunktional nutzbare Mensa mit rund 80 Quadratmetern vorgesehen.

Neuer Nahverkehrsplan großes Thema

Mit den ersten Baumaßnahmen soll bereits in den bevorstehenden Sommerferien begonnen werden. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von zirka 15 bis 18 Monaten“, erklärte Schmidt. Der Ortsbeirat schien mit den Plänen für den Erweiterungsbau zufrieden zu sein und sprach sich einstimmig dafür aus. Nachfragen hatten die Mitglieder vor allem bezüglich eines weiterem Themas: dem neuen Nahverkehrsplan der Stadt für die Jahre 2019 bis 2023. Thomas Schulte, Geschäftsführer der HSB tourte in dieser Woche durch die Hanauer Ortsbeiräte, um deren Mitglieder über die Fortschreibung des Nahverkehrsplans zu informieren.

Der Rahmenplan ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt und werde in der kommenden Woche der Stadtverordnetenversammlung vor- gelegt. Für Klein-Auheim sind die darin enthaltenen Neuerungen besonders interessant, denn hier werde mit dem sogenannten On-Demand-Verkehr demnächst ein Pilotprojekt getestet, das den Linienverkehr im Stadtteil ergänzen soll. Das Angebot aus dem Bereich Individualverkehr, das die Anbindung zwischen Klein- und Großauheim verbessern soll, stecke noch in der Entwicklungsphase und werde zunächst in Klein-Auheim auf die Probe gestellt. Aus Sicht der HSB gehe es darum, „spannende Erfahrungen mit einem modernem Ansatz“ zu sammeln, so Schulte.

Linie sechs soll eingestellt werden

Beim On-Demand-Verkehr handele es sich um ein „Kompensationsangebot“, da eine Einstellung der Linie sechs, „unter anderem aufgrund der Verspätungsanfälligkeit“ geplant sei. Die Linie sechs werde jedoch erst wegfallen, „wenn eine dauerhafte Alternative geschaffen wurde“, sprich, wenn sich der On-Demand-Verkehr bewährt habe.Mit dem „Softstart“ des Individualverkehrs sei „in den kommenden Wochen“ zu rechnen. Dann soll es möglich sein, einen Transfer per Handyapp oder Telefon zu buchen.

Dadurch sei der „Einstieg zusätzlich an virtuellen Haltestellen möglich“. Durch diesen Service müssten die Kunden mit einem geringen „Komfortzuschlag von etwa einen Euro“ rechnen. Schulte bat im Ortsbeirat auch um Verständnis dafür, dass in der Entwicklungszeit, in der „das System lernt“, Fehler passieren können. Mit einer flächendeckenden Umsetzung im gesamten Stadtgebiet sei frühestens 2020 zu rechnen. Vorerst komme „kein anderer in Hanau in den Genuss dieses zusätzlichen Angebotes“, warb Schulte für das Pilotprojekt. Das langfristige Ziel sei eine Annäherung beziehungsweise eine Symbiose des öffentlichen Personennahverkehrs und des Individualverkehrs. Am Ende zeigte sich der Ortsbeirat überzeugt von der Idee und sprach sich einstimmig für das neue Konzept aus.

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