S-Bahn-Station Ostendstraße in Frankfurt. Archivfoto: Jan_2196 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50945184

Hanau/Frankfurt

Frankfurter Ortsbeirat für Umbenennung in Alptug-Sözen-Station

Hanau/Frankfurt. Der Frankfurter Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) hat in seiner Sitzung die Umbenennung der S-Bahn-Station "Ostendstraße" in "Alptug-Sözen-Station" empfohlen. Der Hanauer Sözen war im November vergangenen Jahres bei einem Rettungsversuch von einer einfahrenden Bahn erfasst und tödlich verletzt worden.

Das berichtet die "Frankfurter Neue Presse". Jetzt muss die Stadtregierung darüber entscheiden. Der Beschluss des Ortsbeirats ist nicht bindend.

Im März haben sich die Familie des jungen Hanauers, die Stadt Frankfurt und die Deutsche Bahn darauf verständigt, dass an der S-Bahn-Station eine Gedenktafel und mehrere Zusatzschilder mit dem Titel „Alptug-Sözen-Station“ angebrachtwerden sollen.

Die Stadt Hanau hatte zudem im Dezember beschlossen, die Ehrenplakette der Stadt Hanau in Gold posthum an Sözen zu verleihen. Zudem soll eine Tafel an der Ludwig-Geissler-Schule – der Schule, die Alptug Sözen zuletzt besuchte – seiner selbstlosen Tat gedenken.

Der Schüler mit türkischen Wurzeln war im November vergangenen Jahres auf dem Heimweg von einem Praktikum in Frankfurt gewesen, als er einem alkoholisierten wohnsitzlosen Mann, der im Gleisbett der Frankfurter S-Bahnstation Ostendstraße lag, zu Hilfe eilte. Dazu stieg er auf das Gleis an der unterirdischen Haltestelle. Er wurde von einer S-Bahn erfasst und erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. lg

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