Die Natur im Blick: Auch im Ruhestand wird der Wald den bisherigen Leiter des Forstamtes Hanau-Wolfgang, Christian Schaefer, sicher nicht loslassen. 
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Die Natur im Blick: Auch im Ruhestand wird der Wald den bisherigen Leiter des Forstamtes Hanau-Wolfgang, Christian Schaefer, sicher nicht loslassen.

Forstamt

Forstamtsleiter von Hanau-Wolfgang verabschiedet sich nach elf Jahren in den Ruhestand

  • David Scheck
    vonDavid Scheck
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Nach elf Jahren ist Schluss: Christian Schaefer, Leiter des Forstamts Hanau-Wolfgang, hat gestern die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Lutz Hofheinz übergeben. Eigentlich sollte die Verabschiedung in größerem Rahmen über die Bühne gehen, doch aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hatte das Forstamt entschieden, die Feier nur im engsten Mitarbeiterkreis stattfinden zu lassen.

Wolfgang – Deshalb auch der Abschied von der lokalen Presse „nur“ am Telefon. Und beim Gespräch mit Schaefer merkt man schnell, dass der 66-Jährige nach wie vor mit großer Leidenschaft für den Wald in und um Hanau dabei ist.

Natürlich hätte auch er sich gerne persönlich von vielen Wegbegleitern aus dem Forstamt, der Waldwirtschaft, Kommunalpolitik, und aus anderen Institutionen aus den Bereichen Wald, Naturschutz oder Umweltbildung verabschiedet. Letztlich freute sich der Forstamtsleiter aber doch, dass ihn trotz Einschränkungen und deutlich reduzierter Gästezahl mit Michael Gerst der Landesbetriebsleiter von Hessen Forst persönlich in den Ruhestand verabschiedete.

Klimawandel sei auch in Hanau sichtbar

Elf Jahre an der Spitze des Forstamtes sind im Vergleich zum Alter des heimischen Waldes keine lange Zeit. Und dennoch hat sich seit Schaefers Amtsantritt im Jahr 2009 vieles getan. „Der Wald wird sein Gesicht verändern“, schaut er in die Zukunft und meint damit die Folgen der Dürreperioden, mit denen der Baumbestand seit 2018 zu kämpfen hat. Der Klimawandel mache sich mit voller Kraft bemerkbar. Die Buche werde es aufgrund ihrer schlechten Vitalität in den hiesigen Wäldern schwer haben. Neue Baumarten werden kommen und die vertrauten, wie die Buche, wohl verdrängen.

Grund genug also eigentlich für einen Forstmann, sorgenvoll in den Ruhestand zu gehen. Nun, nicht ganz. „Es wird alles nicht einfacher, aber es wird auch Lösungen geben“, formuliert es Schaefer mit optimistischem Unterton. Die ganze Gesellschaft, nicht nur die Forstbranche, sei gefragt, an diesen Themen intensiv zu arbeiten. Die Försterinnen und Förster könnten ihren Teil dazu beitragen.

Hanau: Arbeit von Schaefers Nachfolger bleibe spannend

So oder so: Die Arbeit im Forstamt Hanau-Wolfgang bleibt auch für seinen Nachfolger Lutz Hofheinz spannend. Dieses gehöre mit dem Wildpark, dem Forstmuseum, der Baumschule, der Samendarre, dem Jugendwaldheim sowie dem Waldladen „zu den vielseitigsten Aufgaben, die Hessen Forst zu bieten hat“, wie es Schaefer nennt.

In den Wäldern rund um Hanau wird er nun in Zukunft nicht mehr beruflich, aber durchaus privat anzutreffen sein, wie der Bald-Rentner ankündigt. Er freue sich, viele Menschen, mit denen er in seiner Zeit als Forstamtsleiter zu tun hatte, wiederzusehen.

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