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Besuchsverbot auf Sportsfield – Um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, dürfen derzeit keine Besucher auf das Gelände der Flüchtlingsunterkunft. Ein Hinweis dazu hängt am Eingangstor.

840 Geflüchtete leben in ehemaligen US-Kasernen

Besuchsverbot auf Sportsfield: Bisher keine Corona-Erkrankung in Wolfganger Flüchtlingsunterkunft

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In der Hanauer Flüchtlingsunterkunft Sportsfield Housing im Stadtteil Wolfgang sind die Zahlen der Flüchtlinge auch während der Coronakrise weitestgehend unverändert zum Januar. So leben aktuell rund 840 Geflüchtete in den ehemaligen US-Kasernen Wohnblocks.

Wie Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) telefonisch mitteilt, erwarte man auch weiterhin neue Flüchtlinge. Allerdings könne die Unterbringung, so wie überall, aufgrund der diversen Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt, nur schleppend umgesetzt werden. „Es herrscht ein Stillstand wie überall in der Gesellschaft“, so der Bürgermeister. 

Untergebrachte Flüchtlinge verhalten sich vorbildlich in der Corona-Krise

Von Flüchtlingskoordinator Andreas Jäger wisse er, dass sich die Geflüchteten, die auf Sportsfield untergebracht sind, „fast vorbildlicher verhalten als der Rest der Gesellschaft.“ Das nehme man seitens der Stadt natürlich sehr positiv auf. „Unser großer Vorteil ist das große Gelände, das die dortigen Häuser umgibt. Die Menschen können an die frische Luft, können sich bewegen und wegen der Weitläufigkeit kann auch der nötige Abstand problemlos eingehalten werden“, so Weiss-Thiel.

In der Flüchtlingsunterkunft Sportsfield gebe es aktuell keine festgestellten Covid-19-Erkrankungen. Falls Erkrankungen auftreten sollten, würde man Quarantänezonen einrichten. „Wir sind darauf vorbereitet, haben bereits jetzt einzelne Hauseingänge leergezogen, wo wir mögliche Corona-Erkrankte isoliert unterbringen könnten“, sagt der Bürgermeister.

Momentan sei aber alles sehr ruhig auf Sportsfield, die Bewohner könnten ganz normal das Gelände verlassen. Die einzige Einschränkung, mit der sie derzeit leben müssten, sei das Besuchsverbot. „Dafür haben aber alle sehr großes Verständnis“, so Weiss-Thiel abschließend.

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