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Flotte Flitzer in Steinheim auf der Piste

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Auf die Plätze, fertig - los. Über die Startrampe hinunter und ab auf die Piste. Über 200 Teilnehmer gingen an beiden Tagen an den Start. Foto: Paul
Auf die Plätze, fertig - los. Über die Startrampe hinunter und ab auf die Piste. Über 200 Teilnehmer gingen an beiden Tagen an den Start. Foto: Paul

Steinheim. Sonnenschein und einige Neuerungen rund um die Piste brachte das zwölfte Seifenkistenrennen in der Steinheimer Hermann-Ehlers-Straße für die Besucher. Erstmals war auf dem großen freien Platz an der Startrampe ein kulinarischer Vergnügungspark aufgebaut worden, in dessen Zentrum sich die Bühne befand.

Weniger Zuschauer entlang der StreckeDoch was des einen Freud, ist des anderen Leid. Nicht wenige stellten fest, dass diese „Auslagerung“ für weniger Zuschauer entlang der Strecke sorgte. So klagte Nicole Herbert, die mit 14 Freunden drei Tage lange ihren Stand aufgebaut hatte und betreute und die schon seit zehn Jahren aktiv dabei ist, dass an der Strecke direkt wesentlich weniger los sei. „Es ist schade, dass hier quasi ein Fest im Fest installiert wurde.“ In ihren Augen wird die Flaniermeile ein Stück abgewertet, weil durch die Konzentration der Food-Trucks auf dem Platz und die dort installierte Bühne die Menschen automatisch von der Strecke abgezogen worden seien.

Kenntemich strahltDafür aber strahlte Kevin Kenntemich, der das Seifenkistenrennen in diesem Jahr gemeinsam mit den vielen freiwilligen (rund 100) Helferinnen und Helfern wieder aufpeppte: „Noch nie waren bei einer Siegerehrung so viele Menschen zusammen, und auch die Musiker erlebten einen viel größeren Zuspruch“, resümierte er. Bleibt abzuwarten, ob man bei der neuen Verteilung bleibt oder im kommenden Jahr einen Mittelweg sucht.

Wieder waren an den zwei tagen weit über 200 Starterinnen und Starter auf der Rennstrecke unterwegs. Die Helfer schwitzten bei knapp 30 Grad, wenn sie die Kisten, die zuvor noch die Piste die Hermann-Ehlers-Straße herunterdonnerten, wieder den Anstieg hinaufziehen mussten.

Syrische Flüchtlinge als Helfer und RacerAuch in diesem Jahr waren wieder Flüchtlinge aus Syrien mit am Start. Sie brachten sich nicht nur auf der Piste, sondern auch als ehrenamtliche Helfer ein. „Die haben hier ganz tolle Arbeit geleistet, und wir sind froh, dass sie uns wieder so toll unterstützt haben“, erklärte Kenntemich.Mit der Vorjahresplatzierung für die syrischen Teilnehmer (Platz 2) wurde es allerdings nichts. Ihr Renngefährt war zu langsam. Dafür badeten die Piloten im Jubel der Zuschauer.

Kids-Gaudi im Fun-ParkMit dem Besuch an den beiden Renntagen waren die Organisatoren und Standbetreiber sehr zufrieden. Auch am normal etwas schwächer besuchten Samstag waren zahlreiche Menschen an der Strecke und auf dem Festplatz. Die Kids hatten ihren Spaß im Fun Park, die Erwachsenen konnten sich im Schatten der Bäume bei einem kühlen Schoppen und leckerem Essen etwas erfrischen.

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