Beim Federweißenfest des Karussell-Fördervereins herrscht richtig viel Betrieb auf der Kurpromenade in Wilhelmsbad. Foto: Habermann

Hanau

Fest des Karussellvereins: Hanau huldigt dem Federweißen

Hanau. Wenn sich der Staatspark Wilhelmsbad unter grün-goldnem Blätterdach im Herbst mit Menschen füllt, sind meistens drei Dinge dafür verantwortlich: Federweißer, Zwiebelkuchen und der Karussellverein Wilhelmsbad. Zum 16. Mal bereits hieß es auch am Mittwoch wieder: Fass auf und ab in die Gläser!

Von Rainer Habermann

Rund 1000 Liter Federweißer hatte der Verein, der exakt „Förderverein für das Karussell im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad e.V.“ heißt, beim befreundeten Hofgut Hörstein (Unterfranken) bestellt, daneben gut 300 Flaschen fertiger Weine in rot und weiß. Die Liter gingen weg wie warme Semmeln, obwohl der Vergleich natürlich hinkt. Und obwohl die Temperaturen gegen 11 Uhr am Morgen, als das Federweißenfest öffnete, doch noch recht frisch waren und der Himmel zeitweilig Grund zur Besorgnis gab.

„Wir haben im Regen aufgebaut, aber es hat trotzdem ganz viel Spaß gemacht. Zumal wir da schon ein Fass Federweißer hatten“, grinst Stefan Bahn, Vorsitzender der Karussellförderer. Rund 50 Helfer des Vereins waren es im Laufe des Tages, die zapften, spülten, kassierten, aufräumten. Die Zahl der Gäste: schwer zu schätzen, aber insgesamt dürften es auch um die 1000 gewesen sein, die sich beinahe in Schichten an den Tischgarnituren abwechselten, sich an Crêpes, Tiroler Wurst, Brezeln, Currywurst und natürlich Zwiebelkuchen gütlich taten.

Das macht der Karussellverein heute

Nimmt man noch die Hunderte hinzu, die eine nette Runde auf dem extra zum Fest geöffneten, historischen Karussell drehten, in den hübsch restaurierten Pferdekutschen, dann wird die Gästezahl noch höher. Die Verwaltung Hessischer Schlösser, Eigentümerin des Staatsparks, organisierte ebenfalls gut nachgefragte Führungen zur Burgruine, das Hessische Puppenmuseum, untergebracht in der Remise, hatte geöffnet. Kurzum: ein Tag der Deutschen Einheit, der zwar herbstlich frisch war, aber den Gästen viel Abwechslung und Amüsement bot.

Mit der Restaurierung und Wiedereröffnung des historischen Karussells im Jahr 2016 hatte der Verein eigentlich seinen Zweck erfüllt. Bestens erfüllt, muss man im Rückblick sagen.

Hier gibt es Bilder vom Federweißenfest

Was macht der Verein heute? Stefan Bahn, der Vorsitzende, erklärt: „Das Karussell ist für uns das Herz Wilhelmsbads. Aber ein Herz ist auch ein Organ, und derer gibt es viele im Staatspark. So haben wir bei der jüngsten Mitgliederversammlung eine Erweiterung des Satzungszwecks beschlossen und wollen nun, nachdem uns die Stadt Hanau so großartig unterstützt hat, der Stadt auch etwas zurückgeben.

Deshalb unterstützen wir jetzt auch weitere Projekte im Park wie etwa das Comoedienhaus, auch ein historisches Objekt, in dem die Technik etwas marode ist. Diesen Projekten widmen wir auch unsere drei Feste im Jahr: das wiederbelebte Weinfest Ende August, das Federweißenfest im Herbst, und das Martinsfest am 10. und 11. November mit dem Lampionzug hunderter Kinder vom Karussell aus quer durch den Park.“

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