Fake News stellen in der heutigen Zeit ein großes Problem dar. Symbolfoto: Pixabay

Hanau

Fake News: Worauf habe ich bei einer Quelle zu achten?

Hanau. Seit den schrecklichen Vorfällen am 19. Februar in Hanau häufen sich die Verschwörungstheorien und Fake News. Doch generell ist es für einen ungeübten Mediennutzer schwierig, eine gute Quelle zu erkennen. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt, die hierbei eine Hilfe darstellen soll

Von Jan Max Gepperth

Zurück zum Ursprung

Nur weil eine Neuigkeit in mehreren Medien erwähnt ist, bedeutet das nicht, dass sie wahr ist. Zweifelt man an einer Information, so sollte man die Ursprungsquelle betrachten und diese auf ihre Seriosität überprüfen.

Transparenz

Je transparenter die Quellen aufgezeigt werden, desto einfacher lässt sich die Seriosität überprüfen. Wenn die Quelle offen gezeigt wird, soll dies Vertrauen zwischen Leser und Journalist aufbauen. Der Leser hat also die Möglichkeit, die Arbeit des Journalisten zu überprüfen, indem er die Quelle überprüft. Der Journalist zeigt also, dass die von ihm verwendeten Quellen seriös sind.

Aktualität

Ein Blick sollte immer auf das Herausgabedatum der Information fallen. Es gibt für einen Journalisten nichts Schlimmeres, als alte Dinge zu berichten, die nicht mehr der Wahrheit entsprechen. Also ist es elementar, nicht nur das Alter der Information zu bestimmen, sondern auch, ob es im Anschluss neue, das Thema betreffende Informationen gab.

Umgang mit Internetquellen

Gerade in Zeiten des Internets ist es wichtig, die Seriosität einer Quelle zu überprüfen. Sollte man also eine Onlinequelle verwenden wollen, so richtet sich der erste Blick immer in das Impressum. Dort sollte man überprüfen, wer hinter der Website steckt. Wichtig ist hier vor allem die Geschäftsanschrift. Sollte diese im Ausland sein, obwohl es sich um eine augenscheinlich deutsche Firma handelt, ist dies ein schlechtes Zeichen.

Tipp: Man kann den Standort des Servers überprüfen lassen. Suche die Website hierfür über www.denic.de oder www.internic.net.

Wenn der Herausgeber eine Universität, ein Professor oder eine andere Privatperson sein sollte, so sollte man die Einrichtungen unbedingt noch einmal überprüfen. Hierbei sollte auf die anderen Referenzen der Personen geachtet werden oder ob die Website wirklich Teil der Lehranstalt ist. Auch weiterführende Links können ein guter Indikator für die Seriosität einer Seite sein. Wohin führen die Links? Sind die Mail-Adressen richtig verlinkt? Sollte man auf themenfremde Dritt-Websiten weiterverwiesen werden, so spricht das nicht für die Seriosität.

Umgang mit Gerüchten

Gerade im Netz verbreiten sich falsche Informationen rasend schnell. Man sollte sich auf offizielle Stellungnahmen verlassen und nicht jeder Person glauben, die etwas beizutragen meint. Ehe die Identität einer Person nicht eindeutig geklärt ist, sollten ihre Informationen mit Vorsicht genossen werden.

Motivation

Es ist wichtig, die Motivation des Informanten zu hinterfragen. Wieso gibt er diese Information weiter? Das kann unterschiedliche Hintergründe haben. Handelt es sich um eine Pressemitteilung, die nur die positiven Seiten aufzeigt? Oder ist es ein Vorwurf, der gegen jemanden erhoben wird? Wenn ein klares Motiv hinter der Information stockt, sollte man sie nicht ignorieren, sondern mit Vorsicht genießen. Gerade in einem solchen Fall, bei dem eine klare Absicht hinter der Information liegt, sollte man sich weitere Meinungen dazu holen beziehungsweise im Falle eines Vorwurfs auch die Gegenseite anhören.

Vorsicht bei Videos oder Bildern

Eine visualisierte Information wird leichter verarbeitet und wahrgenommen. Viele denken sich hierbei „Wenn ich es sehe, ist es wahr“. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Man sollte immer prüfen, woher das Material stammt. Gerade, wenn man es einfach per WhatsApp oder Facebook zugesandt bekommen hat, sollte es mit Vorsicht genossen werden. Gerade bei so schrecklichen Ereignissen wie am 19. Februar in Hanau ist das Internet voll mit Videos und Bildern, die aus dem Kontext gerissen wurden und die Leute in Panik versetzen sollen. Statt diesen Videos blind zu glauben und diese weiterzuverbreiten, sollte man diese eher an die zuständigen Behörden weiterleiten.

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