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Fahrradwache für Besucher der Sommernacht im Kurpark

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Die Bühne der Wilhelmsbader Sommernacht wurde in diesem Jahr ein Stück versetzt und mit freiem Blick auf das restaurierte Karussell aufgebaut. Foto: Hoffmann
Die Bühne der Wilhelmsbader Sommernacht wurde in diesem Jahr ein Stück versetzt und mit freiem Blick auf das restaurierte Karussell aufgebaut. Foto: Hoffmann

Hanau. Zehntausende von Besuchern aus Hanau und Umgebung werden heute wieder zur Wilhelmsbader Sommernacht im Kurpark erwartet. Da auf dem Seitenstreifen der Kesselstädter Straße nicht geparkt werden darf, sollen möglichst viele Bürger mit dem Fahrrad kommen. Hierfür wurde sogar erstmals eine Fahrradwache ins Leben gerufen.

Von Jutta Degen-PetersUm Verkehrs- und Parksituation etwas zu entzerren, sollen die Bürger mit dem Rad zu dem Event gelockt werden: Erstmals gibt es eine Fahrradwache. Den Autofahrern stehen kostenpflichtige Plätze auf den Flächen Steinwiese und Fürstenbahnhof zur Verfügung.

Der Seitenstreifen entlang der Kesselstädter Straße, der von Besuchern von Minigolfanlage, Hessischem Puppenmuseum, Kleiner Parkwirtschaft oder Tennis- und Hockeyclub (THC) immer genutzt wird, ist während der Großveranstaltung gesperrt. Das Ordnungsamt kennzeichnet dies – wie schon beim Karussellfest geschehen – mit Halteverbots-Schildern.Großveranstaltungen bedeuten große HerausforderungAuf Anfrage teilt die städtische Pressestelle mit, dass auf den Flächen an der Kesselstädter Straße das Parken ohnehin nicht erlaubt sei. Es werde in der Regel aber geduldet. Bei Großveranstaltungen allerdings greife das Sicherheitskonzept. Und dieses sehe die Flächen vor als Areal für Rettungsfahrzeuge, Rettungswege und Rückzugsflächen im Fluchtfalle.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky weist darauf hin, dass Großveranstaltungen wie die Sommernacht für die städtischen Mitarbeiter immer eine in logistischer wie planerischer Hinsicht große Herausforderung bedeuten. Auch die Parkregelung gehöre dazu, nicht zuletzt wegen der oft mangelnden Einsicht vieler Verkehrsteilnehmer, die aus dem meist geduldeten Parken an der Kesselstädter Straße ein Gewohnheitsrecht ableiteten.Fahrradwache wird erstmals angebotenAngesichts der Tatsache, dass der Besuch der Sommernacht für die Bürger kostenlos ist, nehmen sich Parkgebühren auf der Steinwiese (Zufahrt Wilhelmsbader Allee) und am Fürstenbahnhof in Höhe von drei Euro eher bescheiden aus.

Wer kann, sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad kommen. Erstmals bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Fahrradwache an, die direkt an der Promenade zu finden ist. Gegen einen Obolus von einem Euro können Besucher ihr Rad in einer bewachten Zone abstellen. Damit soll auch vermieden werden, dass Räder kreuz und quer im Kurpark verteilt werden.Alle 840 Plätze belegtNach der Premiere im Vorjahr konnte man sich auch diesmal im abgesperrten und bestuhlten Bereich vor der Bühne zu Füßen des Karussellhügels für zehn Euro Plätze reservieren lassen. Die Nachfrage war enorm. Bereits Anfang des Jahres waren 300 Plätze vergeben, mittlerweile sind alle 840 belegt, so Bernd Michel, Leiter des städtischen Veranstaltungsbüros. Die Abwicklung lief erstmals über Frankfurt-Ticket.

Wenn die Open-Air-Veranstaltung mit der Neuen Philharmonie Frankfurt (NPF) um 19.30 Uhr beginnt, wartet auf die Gäste unter dem Motto „Mafia – die Rückkehr des Belcanto“ ein spannender sinfonischer Thriller mit großer Musik und schrägen Geschichten. Das philharmonische Sommervergnügen sorgt für ein Wiederhören der bekannten Filmmelodien eines Ennio Morricone oder Nino Rotta. Nach Einbruch der Dunkelheit können die Besucher die Stimmung im Park noch weiter mit dem „Sommernachts-Lampion“ verschönern.Karussell dreht sich wiederDas restaurierte Wilhelmsbader Karussell wird sich am morgigen Sonntag erneut von 12 bis 17 Uhr drehen. Mit dieser Öffnung außer der Reihe will der Förderverein, der das Karussell mit seinen Ehrenamtlern betreibt, all' jenen die Chance geben, das historische Bauwerk in Aktion zu erleben, die beim Karussellfest auf der Strecke geblieben sind.

Fahrkarten gibt es nur direkt am Karussell; es werden nur so viele Karten verkauft, wie an dem Nachmittag befördert werden können. Die Tickets kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder bis elf Jahren. (Kinder unter sechs Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener fahren). Inhaber von Freifahrten vom 22. Juli, die diese wegen des schlechten Wetters nicht einlösen konnten, können dies morgen von 12 bis 17 Uhr nachholen, wenn sie ihren noch nicht entwerteten Fahrschein vorlegen. Der Vorstand bittet um Verständnis, dass die Freifahrten später nicht mehr einlösbar sind.

 www.kultour sommer.hanau.de

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