Durch die interne Umschichtung bei Evonik gehen keine Arbeitsplätze verloren. Archivfoto: Kleine-Rüschkamp

Hanau

Evonik verlagert Arbeitsplätze: Jobs nicht in Gefahr

Hanau. Evonik schichtet intern Stellen um: Zwar werden 300 Arbeitsplätzen nach Offenbach verlagert, im Gegenzug holt Evonik aber auch neue Arbeitsplätze nach Hanau. Jobs gehen deshalb nicht verloren.

Durch die Verlagerung von 300 Arbeitsplätzen nach Offenbach gehen bei Evonik keine Jobs verloren. „Tatsache ist, dass Evonik intern umschichtet“, berichtet Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Evonik werde im Gegenzug neue Arbeitsplätze nach Hanau holen, teilt die Stadt mit.

„Evonik gibt seiner Finanzorganisation neue Strukturen und verlegt deshalb Arbeitsplätze aus dem Rechnungswesen von Hanau aus organisatorischen Gründen in das nahe gelegene Offenbach“, erklärt Bernd Vendt, Standortleiter Industriepark Wolfgang, Evonik Technology und Infrastructure GmbH. „Das bedeutet: Die Main-Region ist für Evonik – neben Costa Rica und Malaysia – einer von insgesamt drei Schwerpunkten der Finanzorganisation weltweit“, so Vendt weiter laut Mitteilung.IT kommt nach HanauDarüber hinaus plane das Unternehmen am Standort Hanau die Ansiedlung von Arbeitsplätzen aus der IT-Technik. „In Summe bleibt durch diese beiden Maßnahmen die Zahl der Arbeitsplätze bei Evonik im Industriepark Wolfgang nahezu unverändert“, bestätigt Vendt.„Wir freuen uns über das Bekenntnis von Evonik zum Standort Hanau und dass die – im Rahmen der Digitalisierung immer wichtiger werdenden Funktionen der IT – nach Hanau kommen“, sagte OB Kaminsky. Mit Evonik stehe man in engem Kontakt, deswegen sei man auch schon lange über die aktuellen Pläne informiert.

 

Buchhalter müssen pendeln„Als Kommune im Rhein-Main-Gebiet freuen wir uns, zum einen darüber, dass Evonik einen seiner drei weltweiten Finanzschwerpunkte hier in der Region setzt. Zum anderen ist es wichtig, dass durch den Umzug keine Arbeitsplätze verloren gehen“, so der OB. Allerdings müssen die Mitarbeiter aus der Buchhaltung künftig zum Arbeiten nach Offenbach fahren. Das sieht Kaminsky aber nicht als Problem an – Offenbach liege schließlich sehr nahe.„Die Umschichtung von Arbeitsplätzen und Funktionen ist ein ganz normaler Vorgang in großen Unternehmen. Damit werden Prozesse den Erfordernissen angepasst, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH. Im Rhein-Main-Gebiet gebe es stets eine gewisse Fluktuation.Entscheidung für HanauIn den vergangenen Jahren hätten sich verschiedene Unternehmen dafür entschieden, ihren Standort nach Hanau zu verlegen, meint Schulte laut Mitteilung und betont: „Erst vor einem halben Jahr hat die Firma Falken Tyre Europe GmbH, ein Schwesterunternehmen von Dunlop Tech, angekündigt, mit 110 Mitarbeitern von Offenbach nach Hanau zu ziehen“, erinnert Schulte.Auch das Unternehmen ALD Vacuum Technologies GmbH (ALD) habe sich nicht nur langfristig für den Standort Hanau entschieden, sondern ziehe hier weitere Unternehmensteile aus anderen Teilen Deutschlands in Hanau zusammen und baue dafür derzeit neue Gebäude im Fraunhofer-Science-Park, zählt Schulte weiter auf.Zahl der Arbeitsplätze gestiegen„Seit 2010 ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Hanau um rund 4000 gestiegen – und das ist die Zahl, die unterm Strich zählt – nicht einzelne Bewegungen“, so der OB abschließend.

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