Im Industriepark Wolfgang können die Evonik-Mitarbeiter nun in einem voll ausgestatteten Fitnessstudio am Arbeitsplatz etwas für ihre Gesundheit tun. Foto: Bielesch

Hanau

Evonik eröffnet Gesundheitszentrum für Mitarbeiter

Hanau. Schon rund 120 Anmeldungen liegen aus der Belegschaft vor. Dabei hat das neue Gesundheitszentrum mit Fitnessstudio und Physiotherapiepraxis, das mitten im Industriepark Wolfgang liegt, erst gestern eröffnet. Zur feierlichen Eröffnung kam hoher Besuch und sah vier Auszubildenden beim Schwitzen zu.

Von Monica Bielesch

Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Evonik Industries, hatte zur Feier des Tages extra seine Krawatte im stylischen Evonik-lila umgelegt. „Um meine Verbundenheit mit dem Standort in Hanau zu zeigen“, scherzte er in seiner Begrüßungsrede vor den knapp 50 Einweihungsgästen. Er war aus der Essener Zentrale angereist und zeigte sich zufrieden mit dem nun dritten Gesundheitszentrum des Chemie-Unternehmens.

Hanau nicht einziger Standort

Neben Hanau bieten auch die Standorte Marl und Essen ihren Mitarbeitern einen solchen sportlichen Ausgleich ohne weite Wege direkt am Arbeitsplatz. Denn, so Wessel, „die Gesundheit unserer über 3300 Mitarbeiter in Hanau ist ein ganz wichtiges Gut“. Die Investition in Höhe von 4,6 Millionen Euro in das Hanauer Gesundheitszentrum dokumentiere das klare Bekenntnis von Evonik „zu diesem wichtigen Standort“, so Wessel. Der zweistöckige moderne Bau liegt zentral in der Nähe der Werkskantine und bietet im zweiten Stock ein voll ausgestattetes Fitnessstudio, mit Geräten für ein Zirkeltraining, Laufbändern und Hometrainern. Das Highlight ist eine quadratische Fitnessstation, an der mehrere Mitarbeiter gleichzeitig ein besonderes Zirkeltraining absolvieren können. Hier demonstrierten vier Auszubildende im Schweiße ihres Angesichts den Gästen einen speziellen Handstand mit den Füßen in zwei Schlingen oder Klimmzüge knapp über dem Boden.

Aber auch normale Fitnessgeräte stehen den Mitarbeitern des Industrieparks zur Verfügung. Beispielsweise ein Beinstrecker, an dem sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky ausprobierte. Nur kurz, aber intensiv.Das Stadtoberhaupt sieht das Zentrum, das den Namen wellcom trägt, als Signal von Evonik in Zeiten von Fachkräftemangel, um Wertschätzung für die Mitarbeiter zu zeigen. „Es ist ein Signal im Wettbewerb um gute Mitarbeiter“, so Kaminsky.

Doppelte Dankbarkeit

Die Betriebsratsvorsitzende Carmen Herbst war doppelt dankbar. Zum einen über das neue Gesundheitszentrum, zum anderen über die neuen Räume für den Betriebsrat, die sich im Erdgeschoss des Neubaus befinden. Dort arbeiten die Betriebsräte in einem Open-Space-Büroraum, früher hieß das Großraumbüro. „Als Vorreiter für modernes Arbeiten“, so Herbst. Im Untergeschoss wird die leichte Architektur des Baus besonders deutlich. Bodentiefe Fenster lassen viel Licht in die Büros, in der Mitte des Gebäudes sorgt sogar ein kleiner Innenhof nochmals für Licht.

Betreut werden die gesundheitsbewussten Mitarbeiter im wellcom von Volker Speckenbrink und seinem achtköpfigen Team. Speckenbrink ist Geschäftsführer des Physio- und Sporttherapiezentrums Großkrotzenburg und bezeichnet die betriebliche Gesundheitsförderung als einen der Schwerpunkte seines Unternehmens.

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