+
Eine 90-jährige Hanauerin ist an den Folgen des Coronavirus gestorben

Corona-Pandemie

Erster Corona-Todesfall in Hanau - Über 90-Jährige stirbt in häuslicher Quarantäne

  • schließen

Am Donnerstag hat es in Hanau den ersten Corona-Todesfall gegeben. Eine mehr als 90 Jahre alte Frau verstarb in häuslicher Quarantäne.

Update:

Die 1927 geborene Frau wurde am gestrigen Mittwoch positiv getestet. Am Donnerstag starb sie an den Folgen der Lungenkrankheit. Das teilte der Main-Kinzig-Kreis mit.

Erstmeldung

 "Unser Mitgefühl gilt allen, die der Verstorbenen nahegestanden haben", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Mitteilung der Stadt. Zur Zeit befänden sich 13 Patienten in Hanau in stationärer Behandlung, die auch aus der Region stammen. Kaminsky mahnt: "Wir dürfen unsere Ziele, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und uns medizinisch besser aufzustellen, nicht aus den Augen verlieren."

Drei Menschen auf der Intensivstation

Im Klinikum Hanau befinden sich laut Mitteilung der Stadt aktuell drei positiv getestete Patienten sowie drei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Zwei weitere Patienten mit nachgewiesener COVID-19-Infektion liegen auf der Intensivstation. Im Sankt Vinzenz Krankenhaus sind zwei positiv getestete Patienten sowie zwei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Ein weiterer Patient mit fraglicher Infektion liegt auf der Intensivstation. Insgesamt befinden sich 13 Menschen in Hanau in stationärer Behandlung.

"Optimale Ausstattung unserer Krankenhäuser und ihres Personals hat allerhöchste Priorität", so Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky. Sehr deutlich äußerte sich Kaminsky in dieser Frage gegenüber Prof. Dr. Jürgen Graf. Der von Hessens Sozialminister Kai Klose vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes "Stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten" beauftragte Ärztliche Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums Graf hat bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert.

Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken fehlen

Ebenso wartet Hanau auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Spahn zugesagt worden war. Kaminsky: "Ich bleibe dabei: Alles, was wir hier in Hanau für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand nehmen können, tun wir – und lassen auch nicht nach. Unsere Krankenhäuser bereiten sich so gut wie möglich und vorausschauend vor und ergreifen notwendigen Maßnahmen. Jetzt sind Bund und Land an der Reihe, ihren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gerecht zu werden."

Das könnte Sie auch interessieren