Im Zeichen des Einhorns: Birgit Bär (links) und Angelika Marozsan sind schon seit Jahren als "märchenhafte Helferinnen" tätig. Foto: PM

Hanau

40 Ehrenamtliche sind bei den Brüder-Grimm-Festpielen im Einsatz

Hanau. Ob am Einlass, als Platzeinweiser oder als mobile Verkäufer – ohne Ehrenamtliche würde bei den Brüder-Grimm-Festspielen nichts laufen. Seit nunmehr zehn Jahren sind die rund 40 Helfer im Amphitheater im Einsatz.

Seit 2009 stehen vier freiwillige Kräfte an jedem Festspiel-Tag den Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung. Kerstin Dunda ist seit 2012 dabei und seit drei Jahren Leiterin der Ehrenamtlichen.

„Ich war sowieso den ganzen Sommer über bei den Festspielen, weil sie mir so gut gefallen haben. Da dachte ich, dass ich doch gleich ein kleiner Teil vom großen Ganzen werden kann“, erzählt Dunda.

Märchenhafte Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf

Ihre Kollegen kommen aus den verschiedensten Bereichen. „Wir sind so eine unterschiedliche Truppe, aber wir verstehen uns alle super. Auch während der Festspiel-Pause versuchen wir, uns zu treffen und nicht den Kontakt zu verlieren“, berichtet sie.

Trotzdem sei es immer wieder lustig, dass auch alt eingesessene Helfer manchmal noch nach Jahren das erste Mal Dienst zusammen hätten. „Manche laufen sich nach Jahren das erste Mal über den Weg – obwohl sie schon lange dabei sind“, so Dunda. „Das hat einfach mit den verschiedenen Schichten und Verfügbarkeiten zu tun.“

Die meisten Helfer kehren Jahr für Jahr wieder zurück, da es so viel Spaß mache. „Natürlich gibt es verschiedene Vorteile, die ein Mitarbeiter der Brüder-Grimm-Festspiele genießt“, erklärt Dunda, „Aber die meisten kommen immer wieder, weil es einfach eine so schöne Tätigkeit ist und es ein tolles Gefühl ist, Teil dieser Festspiele zu sein.“ Diejenigen, die abspringen, würden dies meist nur aus gesundheitlichen oder zeitlichen Gründen tun.

Tolles Gefühl, Teil der Festpiele zu sein

„Dieses Jahr haben wir zwei, drei neue Gesichter dabei. Aber auch immer noch Leute, die von Anfang an dabei sind“, erzählt Dunda stolz. Mit 40 verfügbaren Kräften sei das Team zwar vollständig, trotzdem könnten sich Interessierte im Festspielbüro melden: „Vielleicht wird ja ein Platz frei fürs nächste Jahr.“

Kerstin Dunda ist selbst fast jeden Abend im Amphitheater. „Ich möchte meinen Helfern einfach zeigen, dass jemand da ist, der sich um sie kümmert.“ Gerade bei hohen Temperaturen zeige sie gerne Solidarität mit ihren in schwarz-weiß gekleideten Mitstreitern. Die Uniform ist das Erkennungsmerkmal der Helfer. „Wir tragen immer Schwarz oder Weiß und eine rote Schärpe mit dem Festspiel-Logo“, erklärt Birgit Bär, die schon seit 2009 dabei ist. Dies mache die Ehrenamtlichen klar erkennbar und so leicht auffindbar für Gäste mit Fragen.

Lob von Festspiel-Intendant Engel für die unermüdliche Arbeit

Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel ist dankbar für die unermüdliche Arbeit der Freiwilligen: „Alle Ehrenamtlichen leisten großartige Arbeit für unsere Festspiele.“ Sie seien ein unverzichtbarer Bestandteil der Brüder-Grimm-Festspiele und ihre roten Schärpen aus dem Amphitheater nicht mehr wegzudenken. Engel: „Seitdem ich 2013 die Leitung der Festspiele übernommen habe, bin ich immer wieder begeistert über diese Unterstützung und diesen Enthusiasmus.“

Dieses Lob spiegelt sich auch in einer der schönsten Erinnerungen von Kerstin Dunda wider: „Ich finde es immer toll, wenn bei den Abschlussveranstaltungen wirklich alle, die mitgewirkt haben, auch auf die Bühne gebeten werden. Keiner ist zu klein oder zu unbedeutend, alle werden hier ernst genommen und ihr Einsatz honoriert“, meint sie.

Die Brüder-Grimm-Festspiele hätten sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt und sie hoffe, dass dies von den Hanauern auch noch mehr wertgeschätzt werde. „Ich würde mir wünschen, dass es noch mehr lokale Besucher gibt, die Werbung für die Festspiele machen. Ich kann einen Besuch wirklich nur empfehlen, dieses Jahr gefällt mir neben dem Musical vor allem das etwas modernere Schneewittchen sehr gut“, erzählt sie. Noch bis zum 28. Juli haben Interessierte die Möglichkeit, sich eines der vier Stücke anzuschauen. Die „märchenhaften Helfer“ werden dort auf sie warten. bel

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