Die DS Smith GmbH zieht auf den Fliegerhorst nach Erlensee. Das Gelände ist nun an die Dunlop Tech GmbH verkauft worden. Foto: Habermann

Steinheim

Dunlop Tech zieht um: Neue Arbeitsplätze entstehen

Hanau-Steinheim. Das rund 40 000 Quadratmeter große Gelände an der Offenbacher Landstraße im Stadtteil Steinheim, das bisher der Firma DS Smith Packaging gehörte, ist mitsamt allen Immobilien an die Dunlop Tech GmbH verkauft worden. Dort sollen nun neue Arbeitsplätze entstehen.

Von Rainer Habermann

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD),sowie der Leiterin der Hanauer Wirtschaftsförderung GmbH (HWG), Erika Schulte, stellten den Geschäftsführer des alteingesessenen Hanauer Betriebs mit bisherigem Sitz an der Birkenhainer Straße, Bernd Schuchhardt, vor.Die Dunlop Tech wird gemeinsam mit zwei weiteren Firmen auf das Gelände ziehen, das der Logistiker DS Smith mit dem Umzug auf den Erlenseer Fliegerhorst im Laufe dieses und des kommenden Jahres verlässt: mit der SRI Europe GmbH sowie der Falken Tyre Europe GmbH. Alle drei gehören sie zur japanischen Sumitomo Rubber Industries Ltd. mit Sitz in Kobe/Japan.Beschäftigte auf 250 aufstockenGleichzeitig mit der Übernahme des Geländes sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen: Laut „mittelfristiger Planung“, welche Schuchhardt mit „rund fünf Jahren“ bezifferte, etwa 80. Bisher hat das Unternehmen rund 170 Beschäftigte und will auf rund 250 aufstocken.Falken zieht aus Offenbach nach Steinheim, ist mit seinen rund 110 Mitarbeitern bislang im "City Tower“ an der Berliner Straße angesiedelt, und soll auf dem neuen Gelände auch ein neues Bürogebäude bekommen. Das repräsentative, denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude entlang der Offenbacher Straße bleibt jedoch erhalten und wird weitergenutzt.Investitionen von rund 20 Millionen EuroSRI hat bislang sein Domizil an der Donaustraße in Hanaus Norden. Die Investitionen sollen sich laut Schuchardt auf insgesamt rund 20 Millionen Euro belaufen, in der Hauptsache auch für neue Maschinen, und inklusive der Grundstückskosten. Das Kerngeschäft der Dunlop Tech ist das mit „Nicht-Reifen-Produkten“ im japanischen Konzern eines der weltgrößten Reifenhersteller.Laut Aussage von Schuchardt geht es in erster Linie um die Produktion sogenannter „Latex-Milch“, welche in Reifendruck-Warnsystemen welche die Firma ebenfalls herstellt, zum Einsatz komme. Es handelt sich um das Reifendichtmittel „IMS“ (Instant Mobility System), sowie die Softwareentwicklung für das Warnsystem „Warnair“.Immissionen sollen bei „fast Null“ liegenDie Immissionen, welche die Produktion erzeugt, bewerteten entsprechende Gutachten, von Dunlop Tech in Auftrag gegeben, mit „fast Null“, so der Geschäftsführer. Es kämen sehr kleine Mengen von Ammoniak zum Einsatz, welche aber „so gut wie nicht riechbar“ seien, äußerte Schuchhardt ebenfalls.Da auch lediglich ein Einschichtbetrieb gefahren werde, käme es für die Anwohner (das Gelände liegt unmittelbar angrenzend an ein Wohngebiet) zu keinen größeren Lärm- oder sonstigen Belästigungen. Falken vertreibt zwar die bekannte Reifenmarke gleichen Namens, produziert werden die Pneus aber nicht am Standort, sondern an verschiedenen Produktionsstätten weltweit. SRI schließlich betreibt ein Test- und Entwicklungszentrum für PKW- und LKW-Reifen. Normale Betriebszeiten und wenig LKW-Verkehr seien somit zu erwarten.Dunlop Tech passt ins "Beuteschema" der Stadt„Dunlop Tech passt voll in unser Beuteschema“, meinte Kaminsky nonchalant, und damit „perfekt ins Profil des Materialtechnikstandorts Hanau“. Der Fokus läge in allen Betrieben auf Forschung und Entwicklung. Für die Firmen sei das Gelände in Steinheim „ein Glückstreffer“ gewesen, sagte Schuchardt. „Hier hat einfach alles gepasst.Insbesondere die verkehrliche Lage ist für alle Mitarbeiter und unsere internationalen Besucher hervorragend.“ Zum zeitlichen Ablauf sagte der Geschäftsführer: „Wir wollen dieses Jahr planen, im nächsten Jahr umbauen.“Umzug Ende 2017 / Anfang 2018Der Einzug respektive Umzug werde voraussichtlich Ende 2017 / Anfang 2018 erfolgen. Schuchardt dankte der Hanauer Wirtschaftsförderung, dass sie sofort reagiert habe, als sein Anruf vor einem Jahr kam: „Ich suche ein Grundstück“. Und er dankte für die gute und professionelle Begleitung in den laufenden Verhandlungen, an denen auch die Firma Terramag beteiligt war.

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