Der neue Steinheimer Ortsvorsteher Burkhard Huwe (vorne) mit seinem Amtsvorgänger Klaus Romeis (links), seinem Stellvertreter Dr. Hans Katzer und der Hanauer Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck.
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Der neue Steinheimer Ortsvorsteher Burkhard Huwe (vorne) mit seinem Amtsvorgänger Klaus Romeis (links), seinem Stellvertreter Dr. Hans Katzer und der Hanauer Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck.

„Die Welt etwas besser machen“

Steinheim hat einen neuen Ortsvorsteher: Burkhard Huwe folgt auf Klaus Romeis

Der Steinheimer Ortsbeirat bewies einmal mehr Einigkeit. Bei der konstituierenden Sitzung des Stadtteilgremiums am Donnerstagabend dauerte es keine zwölf Minuten, dann hatte Steinheim einen neuen Ortsvorsteher. Auf Klaus Romeis, der seit 2010 amtierte, folgt Burkhard Huwe. Ein Wechsel, der im Vorfeld abgesprochen war und der einstimmig von allen Beiratsmitgliedern getragen wird.

Steinheim - Wie berichtet, hatte Christdemokrat Klaus Romeis bei der jüngsten Ortsbeiratswahl nicht mehr kandidiert. Der 80-Jährige beendete seine politische Laufbahn. Er war von 1968 bis 1974 Stadtverordneter in Steinheim, nach der Eingemeindung bis 1993 in Hanau. Seit 2006 gehörte er dem Ortsbeirat an, seit 2010 war er Ortsvorsteher und ob seiner umsichtigen und ausgleichenden Art weithin sehr geachtet und geschätzt.

Großes Lob von Hanauer Stadtverordnetenvorsteherin

Bei seiner letzten kurzen Ansprache vor dem Ortsbeirat am Donnerstagabend wünschte er den alten und neuen Beiratsmitgliedern – sieben der 15 Mandatsträger sind erstmals dabei – stets ein offenes Ohr für die Bürger sowie Geduld und Hartnäckigkeit bei Anliegen gegenüber der Verwaltung. „Der Ortsbeirat kann die Welt nicht aus den Angeln heben, aber er kann sie vor Ort etwas besser machen“, so der scheidende Ortsvorsteher, der unter anderem von Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck großes Lob dafür bekam, was er alles geleistet hat.

Die einstimmige Wahl des Nachfolgers Burkhard Huwe (CDU) war dann nur Formsache und verlief in offener Akklamation. Der gebürtige Pfälzer lebt seit 2009 in Steinheim. Als er hierherzog hätte „ich nie gedacht, dass ich einmal dieses Gremium lenke“, sagte er nach seiner Wahl. Huwe, der dem Ortsbeirat seit vielen Jahren angehört, hatte bei der Ortsbeiratswahl am 14. März die meisten Personenstimmen bekommen. Bekannt ist er im Stadtteil unter anderem als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, durch sein Engagement im Vorstand des Fastnachtszugvereins und als Gründungsmitglied der Initiative „Runder Tisch zum Erinnern und Gedenken an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus“.

Wer sitzt im Ortsbeirat Steinheim?

Nach parlamentarischer Gepflogenheit stellt die stärkste Fraktion im Ortsbeirat den Ortsvorsteher. Die CDU hatte am 4. März 32,9 Prozent der Stimmen bekommen. Zum Stellvertreter Huwes wurde Dr. Hans Katzer (SPD) gewählt. Er gehört dem Ortsbeirat mit Unterbrechungen bereits seit 1985 an. Bert-Rüdiger Förster (Republikaner) und Kerstin Mänz (BfH) scheiterten mit ihrem Vorstoß, einen zweiten Stellvertreter zu installieren wie es ihn in anderen Ortsbeiräten in Hanau gibt. Die Ortsbeiräte waren, wie auch das Stadtparlament, mit der neuen Legislaturperiode personell aufgestockt worden. Der Steinheimer Ortsbeirat hat nun 15 statt zuvor 13 Mitglieder. Ihm gehören an: Burkhard Huwe, Bettina Sommer, Sören Winter, Gabriele Stenger und Christoph Freisen (alle CDU), Holger Hackendahl, Dr. Hans Katzer, Gabriele Ewald und Hans Sturm (alle SPD), Holger B. Voigt und Marc Schmidt (beide FDP), Wilhelm Guth und Ursula Wachter-Bieri (Grüne), Bert-Rüdiger Förster (Reps) und Kerstin Mänz (BfH).

Die nächste Sitzung findet am Mittwoch, 12. Mai, 20 Uhr, in der Kulturhalle statt.

(Von Christian Spindler)

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