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Corona-Krise

Telefon geschaltet: Viele Anfragen bei Familienberatung

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Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) in Hanau hat im Zuge der Corona-Krise komplett auf telefonische Kontakte umgestellt.

Aktuell erleben die Berater, wie hoch der Gesprächsbedarf bei vielen Menschen ist und wie dankbar das Angebot zu telefonischer Beratung und Aussprache angenommen wird. Das kostenlose Angebot in katholischer Trägerschaft ist offen für jedermann und wird vor allem bei persönlichen Krisen und bei partnerschaftlichen oder familiären Konflikten genutzt. 

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus und die Kontaktbeschränkungen verändern, so die Erfahrung der Beratungsstelle nach einer Woche intensiver Telefonberatung, nicht nur den Alltag, sondern vor allem auch die persönliche Gefühls- und Stimmungslage. Diese Situation konfrontiere mit einer völlig neuen Lebenslage und führe an die eigenen seelischen Grenzbereiche. Für viele Menschen, so berichtet die EFL-Stelle, führe dies zu einem erhöhten Pegel an Angst und Hilflosigkeit. Lebensthemen würden aufgewühlt, Klienten berichteten von verstärkten aggressiven Spannungen in der Partnerschaft und im Familienalltag. 

Beratungsstelle ist werktags zu erreichen

Nicht selten sei die Situation auch mit realen Ängsten um die berufliche und finanzielle Existenz verbunden. Menschen, die jetzt seelisch stabil und „wetterfest“ bleiben wollten, rät die kirchliche Einrichtung mit ihren therapeutischen Fachleuten, zunächst alle Kontakte und Kommunikationskanäle zu nutzen und möglichst viel Austausch zu pflegen. Seelische Widerstandsfähigkeiten seien jetzt besonders wichtig, das bedeute gerade nicht passives Aushalten, sondern vor allem die Fähigkeit, eine neue Situation anzunehmen und daraus aktiv das Beste zu machen. 

Auch in diesen Krisenzeiten bleibt die Beratungsstelle werktags unterTelefon 0 61 81/2 17 49 erreichbar.

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