Mit diesem Plakat wirbt der Insolvenzverwalter Restrukturierung und Vermögensverwaltung GmbH aus Kleinostheim um einen Käufer für das 2,6 Hektar große ehemalige Basaltsteinbruchgelände in Wilhelmsbad. Foto: Seifert

Hanau

Areal des ehemaligen Wilhelmsbader Steinbruchs steht zum Verkauf

Hanau. Seit der Stilllegung des Basaltsteinbruchs im Jahr 1994 in Wilhelmsbad hat es schon einige Ideen gegeben, was auf dem 26 000 Quadratmeter großen Gelände entstehen könnte. Nun bietet die Restrukturierung und Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Kleinostheim das Gelände zum Kauf an.

Von Thomas SeifertDas Areal gegenüber dem Gelände des 1. Hanauer Tennis- und Hockey-Clubs gehört zur Insolvenzmasse eines Frankfurter Investors, der vor Jahren geplant hatte, rund um den inzwischen entstandenen Weiher Luxusvillen zu bauen und zu vermarkten.

Zuvor war schon ein Hotel- und Appartementhaus im Gespräch gewesen, das auch als Ausbildungsbetrieb für schwer vermittelbare Menschen dienen sollte. Selbst der Vorschlag, dort einen Bootsverleih anzusiedeln, war schon kolportiert worden.„Wir hatten schon einige Interessenten“„Wir als Insolvenzverwalter haben die Aufgabe im Sinne der Gläubiger alles zu Geld zu machen, was Käufer findet. Deshalb bieten wird das gesamte Areal zum Preis von mindestens 2,5 Millionen Euro an“, berichtete RundV-Geschäftsführer Tobias Müller-Reichmann auf Anfrage.

„Wir hatten schon einige Interessenten und sind eigentlich guter Hoffnung, das Gelände noch in diesem Jahr verkaufen zu können“, fügte der Insolvenzverwalter hinzu.Käufer muss selbst aktiv werdenMüller-Reichmann weist aber darauf hin, dass zwar ein noch gültiger Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorliege, das Areal aber von einem Interessenten auf eigenes Risiko erworben werden müsse.

„Es gab keine Gespräche mit der Stadt, keine Zusicherungen, es existiert dort kein Baurecht. Ein Käufer muss selbst aktiv werden und das Risiko eingehen, dass letztlich dort nicht gebaut werden darf“, stellte der Geschäftsführer klar. Zudem sollten Interessenten den Kauf zu 100 Prozent mit Eigenmitteln finanzieren können.Natur hat sich das Gelände zurückgeholtSeit der Stilllegung des Steinbruchs hat sich die Natur das Gelände Stück für Stück zurückgeholt. Das ehemalige Wohnhaus des Eigentümer, das unter Denkmalschutz steht, verfällt zusehends.

Ein zweites Gebäude, das einmal Büros und Wohnungen beherbergte, wurde immer wieder von Unbekannten aufgesucht, die dort campierten und viel Unrat, Schmutz und Schäden hinterließen. Im Grunde stehen nur noch die Wände des Gebäudes. Auch illegale Müllablagerungen hat es auf dem Areal bereits gegeben.

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